Das „Olala“-Festival in Lienz ist gerettet

Trotz Corona-Auflagen kann das Internationale Straßentheater-Festival „Olala“ über die Bühne gehen. Von 26. bis 31. Juli treten 23 Künstler aus der ganzen Welt auf, der Zugang zu den Veranstaltungen ist limitiert.

  • Artikel
  • Diskussion
Eine der Hauptattraktionen von „Olala“ ist der gigantische „Man“, der sich direkt auf dem Lienzer Hauptplatz niederlassen wird.
© Rami Saarikorpi, Olala

Von Catharina Oblasser

Lienz – Allen Hindernissen zum Trotz ist es geschafft: Das beliebte Festival „Olala“ in Lienz kann stattfinden. Letzten Sommer war das wegen Corona nicht möglich, doch heuer sind die Veranstalter mit viel Optimismus und Zuversicht schon im Frühjahr an die Organisation gegangen. Schließlich hat „Olala“ eine lange Tradition, es findet diesen Sommer zum 30. Mal statt.

Das Programm ist bunt wie immer, freut sich Organisator Hans Mutschlechner mit seinem Team. Insgesamt 23 Künstler bzw. Gruppen werden von 26. bis 31. Juli in Lienz sein, sie kommen aus Großbritannien, Argentinien, Spanien, Deutschland, Belgien, Frankreich und noch einigen anderen Ländern. Akrobatik, Jonglage, Comedy und Installationen finden sich ebenso im Programm wie eine fahrradfahrende Marionette, eine Zaubershow oder ein vertikaler Tanz an der Mauer des Turms von Schloss Bruck. Immer mit dabei ist viel Musik und Anlass zum herzhaften Lachen.

Auch sonst wird es beim Straßentheaterfest von 26. bis 31. Juli bunt.

Besonders stolz ist Mutschlechner auf einen Beitrag aus Australien. „Man“, also „Mensch“, heißt die 13 Meter lange, hohe und breite Figur, die in ihrer Körperhaltung an die Skulptur „Der Denker“ von Auguste Rodin erinnert. Beim Festival ist die Installation zum ersten Mal in Österreich zu sehen. Normalerweise werde sie sonst nur in Millionenstädten gezeigt, sagt Mutschlechner. Dass „Man“ einen besonders prominenten Platz verdient, ist klar. „Wir wollen ihn auf den Lienzer Hauptplatz setzen, direkt vor die Liebburg“, schmunzelt der Organisator.

So aufsehenerregend die mächtige Figur, so kompliziert ist die Handhabung. „Die australische Künstlerin darf nicht einreisen“, schildert Mutschlechner. „Also wird der Aufbau über Videotelefonie koordiniert.“

Wegen der Covid-Einschränkungen läuft das Festival heuer anders ab als sonst. Deshalb müssen die Veranstalter das Kinderprogramm, die große Mittagsparade, die Fanfarenbands und Walkacts weglassen. Es wird neben dem Hauptplatz zwei weitere Aufführungsorte geben, nämlich das Ebnerfeld neben der Tennishalle und Schloss Bruck. Beide Flächen sind umzäunt, die Zahl der Zuschauer ist limitiert. Neben der Eintrittskarte ist ein Impf- bzw. Testnachweis vorzuzeigen. Alle Details sind auf www.olala.at zu finden.

© Rami Saarikorpi, Olala

Kommentieren


Schlagworte