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Tiroler Bauern setzen wieder auf die alte Nutzpflanze Hanf

Der Nutzhanf ist in Tirol lange in Vergessenheit geraten. Nun wird das Potenzial der zur Gänze verwertbaren Pflanze u. a. als Rohstoff und Lebensmittel wiederentdeckt.

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Die Hanffelder von Sandra Leitner in der Nähe des Lanser Sees sorgen für Aufmerksamkeit. Als Rauschmittel sind die Pflanzen ungeeignet.
© Böhm

Lans, Mieming, Lienz – Ziegel, Dämmstoffe, Fasern für die Textilindustrie, Skistöcke, Skateboards, Rohstoff als Ersatz für Kunststoffe in der Autoindustrie, Ersatz für Schurwolle in Schlafsäcken, Futtermittel, Speiseöl, Mehl, ätherisches Öl, Tinkturen bei Verletzungen, Tee ... die jahrtausendealte Kulturpflanze Hanf kann vielseitig genutzt werden. Über das große Potenzial des Nutzhanfs, seine gesundheitlichen Qualitäten und seinen positiven Effekt auf die Böden wussten schon unsere Vorfahren Bescheid, – daher wurde auch in Tirol bis nach dem Krieg Hanf angebaut. Als aber der Anbau verboten wurde, geriet die Pflanze in Vergessenheit. Erst 1995 gab es wieder grünes Licht für die extra gezüchteten Nutzhanfsorten mit geringem THC-Anteil.


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