Hoffnung für den Brotlaibstein am Fernpass

Ob die geplanten Bushaltestellen auf der Fernpasshöhe heuer umgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Sicher scheint hingegen, dass der davon betroffene „Brotlaibstein“ gerettet wird.

  • Artikel
  • Diskussion
Am Brotlaibstein (r.) wurden in Pestzeiten der unter Quarantäne stehenden Außerferner Bevölkerung Lebensmittel übergeben.
© Paschinger

Nassereith, Biberwier – Ob die geplanten Bushaltestellen auf der Fernpasshöhe heuer umgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Sicher scheint hingegen, dass der davon betroffene „Brotlaibstein“ gerettet wird. Der Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll bemüht sich um die Finanzierung der vor Jahrhunderten eingemeißelten Bezirksgrenze, die in Pestzeiten entstanden war. Kostenpunkt: 12.500 Euro.

Die beiden Bushaltestellen am Fernpass gehören in das Konzept des Radwanderweges Via Claudia. Es geht dabei um zwei genügend große Busbuchten, die auch von Bussen mit Radanhänger angefahren werden können. „Außerdem ist es ein Gesamtprojekt mit Gehsteig und Anbindung zum Radweg“, erklärt Wolfgang Haas, Leiter des Baubezirksamtes Reutte, das für die Ausführung verantwortlich ist. Allerdings: „Heuer bekommen wir die Finanzierung nicht zusammen“, sagt Wolf.

Nassereiths Bürgermeister Kröll versteht das nicht. Insgesamt geht es um etwa 140.000 Euro, der Anteil Nassereiths liegt bei 44.000 Euro, jener von Biberwier bei 40.000 Euro. Während der TVB Imst den Nassereither Anteil zu 50 Prozent übernimmt, winkt man beim TVB Zugspitz Arena ab. Obmann Theo Zoller: „Bushaltestellen dürfen wir nicht finanzieren.“ Kröll sieht das nicht so, zumal der Transport von Fahrrädern sehr wohl touristisch interpretiert werden kann.

Die aufwändige Versetzung des Brotlaibsteines ist eine Privatinitiative von Kröll: „In Pandemie-Zeiten wurde mir bewusst, dass dieser Stein erhalten werden muss.“ Er ist auf der Suche nach Sponsoren und habe schon welche gefunden. (pascal)


Kommentieren


Schlagworte