Grüner Pass: Die nächste Stufe hat gezündet

Die EU-konformen Impfzertifikate ist nun verfügbar. In Tirol sind 17 aktive Delta-Verdachtsfälle bekannt. Es gibt vorerst kein Rütteln an den Öffnungsschritten.

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Der Impfpass ist heiß begehrt. Mit der Ausstellung von QR-Code-basierten Impfzertifikaten wurde gestern bereits begonnen.
© APA/Gindl

Wien, Innsbruck – Der Vollbetrieb war erst für diese Woche angekündigt, doch schon am Sonntag waren über die Internetplattform gesundheit.gv.at die lange erwarteten, EU-konformen Impfzertifikate mit QR-Code zu bekommen. Bis dato war das nur für die Nachweise von Testungen und Genesungen möglich. Nötig ist hierfür nach wie vor eine Anmeldung per elektronischer Signatur oder der Bürgerkarte. Aufgrund des starken Zugriffs kam es zumindest gestern noch zeitweise zu Verzögerungen in der Erreichbarkeit der Plattform.

Indes hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) gestern gegenüber Wiener Medien ab 22. Juli auch eine Lockerung der allgemeinen Maskenpflicht in Öffis und im Handel angekündigt: „Wenn möglich, werden wir auch dort reduzieren.“ Erst am vergangenen Donnerstag hatte die türkis-grüne Regierung die nächsten Lockerungsschritte für 1. Juli angekündigt. Die jüngst auch in Österreich aufgetretene Delta-Virusvariante gelte es zwar genau zu beobachten, so Kurz, Panik sei aber nicht angebracht. So hatte die Stadt Wien am Wochenende nicht ausgeschlossen, dass man mit Verweis auf die Entwicklung der Delta-Variante neuerliche Verschärfungen durchführen könnte.

In Tirol sind laut Auskunft des Landes mit Stand gestern 17 aktiv-positive Delta-Mutationsverdachtsfälle bekannt. Aktuell bestehe deshalb „kein Bedarf für gesonderte Maßnahmen“, insbesondere auch nicht für ähnlich gelagerte Überlegungen wie in Wien, heißt es. Dennoch müsse die Lage täglich neu beurteilt werden. Noch bis heute läuft der Aufruf zu freiwilligen PCR-Tests für die Gemeinden Birgitz, Götzens, Grinzens, Axams, Thaur, Hall, Absam, Rum und Mils wegen des Auftretens der Delta-Variante. Der Zustrom ist ausbaufähig. 2500 Personen haben sich angemeldet – mit Stand gestern 13.30 Uhr seien 1940 Personen zum Test erschienen.

Indes belegt eine an der Uni Innsbruck durchgeführte Studie die Langzeitimmunität von Genesenen in Form von Antikörpern: „Wir können sehr sicher sein, dass wir das Problem über die Immunität loswerden“, so Studienleiter Florian Diesenhammer. Er rät auch Genesenen zu einer Impfung. (APA, mami)

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