40 Grad und mehr: Eine Hitzewelle zieht über Europa

In Südeuropa ist es für Juni ungewöhnlich heiß. Auch Moskau schwitzt unter Rekord-Temperaturen.

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Von Sizilien, über Bukarest bis Athen werden Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius erwartet.
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Madrid, Athen, Moskau – Fast ganz Europa schwitzt derzeit unter einer Hitzewelle. Während es in den vergangenen Tagen auch in Teilen Österreichs bis zu 35 Grad heiß war, ist die extreme Hitze nun in den Süden und Osten Europas weitergezogen.

Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius werden in den kommenden Tagen von Sizilien bis Budapest und Athen erwartet. Auch in Spanien kündigt sich schon die nächste Bullenhitze an. Temperaturen um die 40 Grad sind im Sommer in Südeuropa keine Seltenheit, treten jedoch im Normalfall erst im Juli und August ein.

Aktuell werden aber sogar in Russland neue Hitzerekorde erreicht. Moskau stöhnt unter einer historischen Hitzewelle. „Die Temperaturen sind so hoch gestiegen wie seit 120 Jahren nicht zu dieser Jahreszeit“, sagt Marina Makarowa vom russischen Wetterdienst. Sie machte den Klimawandel dafür verantwortlich.

Am Wochenbeginn wurden 34,7 Grad Celsius in der russischen Hauptstadt erreicht. Dies entspricht den Aufzeichnungen zufolge der bisherigen Höchstmarke für einen Juni-Tag aus dem Jahr 1901. Allerdings wird dieser Rekord in den kommenden Tagen wohl auch noch gebrochen: Heute und morgen sind Temperaturen von über 35 Grad Celsius vorhergesagt.

Die höchste jemals in Moskau gemessene Temperatur stammt aus dem Juli 2010. Damals zeigte das Thermometer mehr als 38 Grad Celsius an.

Der Grund für die heißen Temperaturen ist eine Temperatur-Welle im Atlantik. Kaltluft flutet derzeit den Atlantik bis weit in den Süden. Dadurch kommt es zu einer Ausgleichsbewegung über Europa, die zur Folge hat, dass in nächster Zeit immer wieder warme Luft aus Südwesten auch bis nach Österreich kommt. Diese Wetterlage könnte laut Meteorologen noch bis in den Juli andauern, vielleicht auch länger. Es wird immer wieder warm bis heiß, Abkühlung gibt es nur zwischendurch. (TT, APA)


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