Schwere Unwetter in Teilen Österreichs: ÖBB-Nahverkehr in Osttirol betroffen

In Kärnten und Osttirol wurden am Mittwochabend bei Unwettern Oberleitungen der ÖBB beschädigt und die Stromversorgung unterbrochen. Es kommt zu einigen Zugausfällen. Wie lange die Beseitigung der Schäden dauert, ist noch nicht bekannt.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion
Ein weiteres schweres Unwetter ist am Mittwochabend über den Flachgau gezogen. Auch Kärnten und Osttirol waren dieses Mal schwer betroffen.
© APA/FMT-PICTURES/ANTON TEMMEL

Salzburg/Linz/Klagenfurt – In Teilen Österreichs hat es am Mittwochabend erneut schwere Unwetter gegeben. Besonders betroffen war abermals der Flachgau im Bundesland Salzburg. Umgefallene Bäume und geflutete Keller gab es laut Feuerwehr auch in Oberösterreich. In Kärnten und Osttirol kommt es nach einer Oberleitungs-Beschädigung zu Zugausfällen, da die Stromversorgung unterbrochen ist, teilten die ÖBB mit. In Kärnten wurde zudem laut Polizei eine Landesstraße komplett gesperrt.

📽 Video | „Gewitter, Hagel, Überflutungen, Staus“

Im Bundesland Salzburg beseitigte die Feuerwehr im Flachgau zahlreiche umgestürzte Bäume und pumpte vielerorts überflutete Keller aus. Ursache dafür waren Sturmböen im Zuge von Gewittern und heftige Regenfälle, so das Landesfeuerwehrkommando Salzburg zur APA. Insgesamt rückten im Bundesland Salzburg 18 Feuerwehren mit 479 Männern und Frauen zu 125 Einsätzen – darunter auch in der Stadt Salzburg und im Pinzgau – aus. Die Unwetter dauerten etwa von 21.00 bis 23.00 Uhr, danach beruhigte sich die Lage zusehends.

Dächer in Osttirol abgedeckt

Gegen 20.30 Uhr kam es im Ortszentrum von Matrei in Osttirol im Zuge eines kurz andauernden starken Gewitters mit extremen Windböen zu Teilabdeckungen von Blechdächern und eines Ziegeldachbereiches von drei Gebäuden. Durch die herumfliegenden Dächerteile wurden angrenzende Gebäude beschädigt. Ebenso wurde ein parkendes Autos durch die Eisenstange eines Daches beschädigt. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. An allen Objekten entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

"Kaiserschmarrndrama": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Die mit 40 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen ausgerückte Freiwillige Feuerwehr Matrei führte die Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten durch. Zeitgleich kam es zu Baumstürzen entlang der Felbertauern Mautstraße, wodurch die Straße nur einspurig passierbar war. Nach den Aufräumungsarbeiten konnte die Mautstraße um 22 Uhr wieder vollständig für den Verkehr frei gegeben. Ein weiterer Baumsturz auf der Gemeindestraße zum Ortsteil Zedlach in Matrei in Osttirol wurde ebenfalls von der Feuerwehr beseitigt.

Unwetterschäden bei den ÖBB

In Oberösterreich wurden die Bezirke Braunau, Ried, Schärding, Grieskirchen und Rohrbach von Starkregen heimgesucht. Die Schauer begannen kurz nach 21 Uhr und dauerten bis etwa Mitternacht. Rund 60 Feuerwehren mit etwa 900 Männern und Frauen pumpten auf 156 Einsätzen Keller aus und beseitigten umgefallene Bäume, informierte das Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich auf Anfrage der APA. Am Dienstagabend hatten Hagelunwetter in Salzburg und Oberösterreich zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Allein in der oberösterreichischen Landwirtschaft gab es laut Hagelversicherung einen Schaden von rund 22 Millionen Euro.

Die Feuerwehren in Salzburg, Kärnten und Osttirol hatten eine lange Nacht.
© APA/FMT-PICTURES/ANTON TEMMEL

In Kärnten und Osttirol wurden am Mittwochabend kurz vor 22.45 Uhr bei Unwettern Oberleitungen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschädigt und die Stromversorgung unterbrochen. Da die Reparaturarbeiten aus Sicherheitsgründen erst bei Tageslicht starten können, kommt es zu Zugausfällen im Nahverkehr, wurde von den ÖBB mitgeteilt. Betroffen sind die Südbahnstrecke zwischen St. Veit an der Glan und Villach, die Tauernbahnstrecke zwischen Mallnitz und Villach, die Drautal-Bahn und die Ossiacher-Strecke. Der Fernverkehr wird mit Dieselloks durchgeführt, Benutzer des Nahverkehrs werden gebeten, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen, am Aufbau eines Schienenersatzverkehrs wird gearbeitet. Die Dauer der Sperre ist laut ÖBB noch nicht bekannt.

📽 Video | „Erneut Unwetter: 22 Mio. Euro Schaden“

Nach Sturmschäden infolge eines Gewitters etwa um 22.30 Uhr wurde die Metnitztal-Landesstraße im Bereich der Gemeinde Friesach (Bezirk St. Veit an der Glan) unpassierbar. Bereits begonnene Aufräumarbeiten seitens der Feuerwehr wurden wegen der widrigen Umstände eingestellt. Es wurde eine Totalsperre auf unbestimmte Zeit verhängt und der Verkehr großräumig umgeleitet, berichtete die Landespolizeidirektion Kärnten. (APA)


Kommentieren


Schlagworte