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TT-Leitartikel zum Regenbogenverbot der UEFA: Farbe bekennen

Der europäische Fußballverband UEFA nennt sich „eine politisch und religiös neutrale Organisation“. Deshalb lehnte er das Bestrahlen des EM-Stadions in München mit Regenbogenfarben ab – und schießt sich damit ein Eigentor.

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Die Allianz-Arena in den Regenbogenfarben.
© imago
Michael Sprenger

Leitartikel

Von Michael Sprenger

Nein, es ist keinesfalls so, dass man ein besserer Mensch ist, wenn man auf dem Balkon seiner Wohnung eine Regenbogenfahne hisst. Aber man kann doch annehmen, dass die dortigen Bewohner der Überzeugung sind, dass Diskriminierung mit einer liberalen Demokratie nicht in Einklang zu bringen ist.

Und es entsteht nicht bloß dadurch eine bessere Welt, dass das EM-Fußballstadion in München in Regenbogenfarben erstrahlt. Der Münchner Oberbürgermeister wollte aber mit seinem Vorhaben ein Zeichen setzen. Und das wäre gut gewesen.


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