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Inkontinenz: Kein Grund, das intime Leben zu beenden

Mit Sexualität und Inkontinenz treffen zwei sensible Bereiche aufeinander. Welche Hilfe es für Betroffene gibt, ist Thema der Kontinenz-Woche.

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Das Thema Blasenschwäche ist für viele im Schlafzimmer ein Tabu. Doch es gibt Möglichkeiten.
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Von Nicole Strozzi

Innsbruck – Es gibt Patienten in ihrer Praxis, erzählt Kontinenz- und Stomaberaterin Kornelia Buchner-Jirka, die würden sie bitten, nur ja keinen Befund an den Hausarzt zu schicken geschweige denn den Selbstbehalt für bestimmte Hilfsmittel nach Hause zu senden. Denn die Rechnung könnte ja der Ehepartner sehen. Auch wenn die Oberösterreicherin schon den Eindruck hat, dass mittlerweile offener über Inkontinenz gesprochen wird, so gehen die Themen Blasen- und Darmschwäche immer noch mit Scham und dem Verlust der Würde einher.

Besonders heikel wird es, wenn körperliche Nähe auf Inkontinenz trifft. „Betroffene fühlen sich unsauber, unattraktiv, haben das Gefühl, zu stinken und für den Partner unzumutbar zu sein“, erklärt die Sexualberaterin. Für viele sei es ein Grund, das intime Leben zu beenden.


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