Probanden für Innsbrucker Studie zu Covid-Mischimpfungen gesucht

Das Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck sucht noch Probanden für eine klinische Studie, die überprüft, wie sich das „Mischen“ verschiedener Impfstoffe auf Wirksamkeit und Verträglichkeit auswirkt.

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Symbolfoto.
© Kay Nietfeld

Innsbruck – Wie wirkt es sich auf den Impfschutz aus, wenn zwei unterschiedliche Covid-Impfstoffe verabreicht werden? Dieser Frage geht aktuell das Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck nach. Für eine Studie werden noch Probandinnen und Probanden gesucht.

Laut Studienleiterin Janine Kimpel baut das österreichische Impfprogramm derzeit auf den Vektor-Impfstoff von AstraZeneca („Vaxzevria“) und den mRNA-Impfstoff von Pfizer („Comirnaty“). Beide Impfungen haben demnach eine sehr gute Wirkung mit seltenen Nebenwirkungen. Von einigen europäischen Staaten werde empfohlen, eine erfolgte Erstimpfung mit dem Mittel von AstraZeneca mit jenem von Pfizer aufzufrischen.

Kimpel: „Um diese Empfehlung hinsichtlich der Wirksamkeit und Verträglichkeit zu überprüfen, führen wir gemeinsam eine klinische Prüfung durch. Freiwillige ProbandInnen sind herzlich eingeladen, an dieser Studie teilzunehmen.“

🔗 Nähere Informationen zur Studie

Teilnehmen können Personen, die zwischen 18 und 65 Jahren alt sind, keine vorangegangene Covid-Infektion hatten und innerhalb der vergangenen zwölf Wochen eine Erstimpfung mit „Vaxzevria“ (AstraZeneca) oder innerhalb der letzten sechs Wochen eine Erstimpfung mit „Comirnaty“ (Pfizer) erhalten haben. Teilnehmende mit einer Pfizer-Erstimpfung erhalten als Zweitimpfung auch wieder das Präparat von Pfizer („Comirnaty“). Wer eine Erstimpfung „Vaxzevria“ (AstraZeneca) erhalten hat, wird für die Zweitimpfung zufällig auf die beiden Gruppen „Comirnaty“ (Pfizer) oder „Vaxzevria“ (AstraZeneca) aufgeteilt.

Die klinische Prüfung wird an mehreren Studienzentren in Österreich (Medizinische Universität Innsbruck, Bezirkskrankenhaus Kufstein, Bezirkskrankenhaus Schwaz, Medizinische Universität Wien und Medizinische Universität Graz) durchgeführt. Es ist geplant, dass mindestens 3000 Personen daran teilnehmen. Die klinische Prüfung an der Medizinischen Universität Innsbruck wird von nationalen und internationalen Experten wissenschaftlich begleitet. (TT.com)


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