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Mehr Cannabis, weniger Partydrogen: Covid veränderte Drogenkonsum in Tirol

Durch die Corona-Beschränkungen wurde einerseits ein gleich bleibender oder verstärkter Konsum von Alkohol und Cannabis und andererseits eine Reduktion anderer illegaler Substanzen zu verzeichnet.

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Der Konsum von Cannabis und auch Alkohol hat während der Pandemie in Tirol zugenommen.
© Keystone

Innsbruck – 30 bis 40 Prozent der 15- bis 24-jährigen Österreicher haben laut Sozialministerium Erfahrungen mit illegalen Drogen. 31.000 bis 37.000 Einheimische konsumieren gefährliche Opioide: Das sind die besorgniserregenden Kennzahlen, die Landesrätin Gabi Fischer (Grüne) anlässlich des Weltdrogentages (26. Juni) in Erinnerung ruft. Fischer weist auch darauf hin, dass die Situation in Tirol durch Covid und die Beschränkungen nicht besser wurde. Die Auswirkungen „reichen von häufigerem Konsum über eine Reduktion des Konsums bis zum Konsumstopp, wobei der häufigere Konsum überwiegt“, erklärt die Landesrätin. So sei einerseits ein gleich bleibender oder verstärkter Konsum von Alkohol und Cannabis und andererseits eine Reduktion anderer illegaler Substanzen zu verzeichnen. Den Anstieg begründet Fischer mit „weniger Verantwortung, mehr Zeit, Langeweile und psychischer Belastung“. Umgekehrt habe der Wegfall von Events, Partys sowie die Einschränkung sozialer Kontakte den Konsum von (vor allem aufputschenden) Drogen reduziert.


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