Bootsunfall am Comer See: Ein Toter und zwei Verletzte

Schon wieder kam es in Italien zu einem tödlichen Bootszusammenstoß: Diesmal wurde das Boot von drei Italienern von einem langen Motorboot am Comer See gerammt. Ein 22-Jähriger starb. Erst vor einer Woche war es am Gardasee zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.

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(Symbolfoto)
© MIGUEL MEDINA

Como – Bei einem Bootsunfall am Comer See ist am Freitagnachmittag ein 22-jähriger Italiener ums Leben gekommen. Zwei Freunde des Opfers wurden verletzt, sie liegen im Krankenhaus, schweben jedoch nicht in Lebensgefahr. Die drei Italiener befanden sich in einem Boot als sie von einem sieben Meter langen Motorboot mit elf Belgierinnen und Belgiern an Bord gerammt wurden, die eine Ferienwohnung in der Gegend gemietet hatten.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen Universitätsstudenten, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Samstag-Ausgabe). Die Belgierin am Steuer des Motorbootes meldete der Polizei der Ortschaft Tremezzo, dass sie das andere Boot nicht gesehen hatte. Vermutet wird, dass hohe Geschwindigkeit Ursache des Unglücks gewesen sein könnte.

In der Nacht auf vergangenen Sonntag hatte ein Motorboot mit zwei deutschen Touristen an Bord auf dem Gardasee ein Holzboot mit einem italienischen Paar an Bord gerammt. Am Sonntagmorgen entdeckte ein Einwohner die Leiche des 37 Jahre alten Mannes in dem Kahn. Der Körper der 25-jährigen Frau wurde Stunden später aus den Tiefen des Gardasees geborgen. Beide stammten aus der Gegend am Westufer des Sees.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun Medienberichten zufolge wegen Totschlags sowie unterlassener Hilfeleistung, weil das Motorboot nach dem Unfall nicht zum Helfen angehalten habe. Sie hätten beide Bootsführerscheine und führen seit Jahren an den Gardasee, teilte die Polizei mit. (APA)


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