Meteorologische Erscheinung: Unwetter zum Siebenschläfertag in Tirol

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In der Andreas-Hofer-Straße in Lienz stürzten Bäume um, einer fiel auf ein Wohnhaus.
© Freiwillige Feuerwehr Lienz

Innsbruck, Lienz – Gestern Sonntag jährte sich wieder eine meteorologische Erscheinung – der Siebenschläfertag. Der Zeitraum um den Siebenschläfertag gilt als meteorologische Singularität wetterbestimmend, eine Vielzahl von Bauernregeln waren dazu verfasst worden.

Susi Lentner von der ZAMG Tirol beleuchtete den Tag für die TT rein fachlich. So könne sich ein Wochenradius rund um den Siebenschläfertag durchaus mit dem kommenden Wetter decken. Lentner: „Dies hat seine Gründe in Wettermustern, die eine Erhaltungsneigung über Mitteleuropa zeigen. Da besteht durchaus eine Wahrscheinlichkeit, dass sich das Wetter so fortsetzt.“ Dies sei etwa mit den Eisheiligen vergleichbar. Das bedeutet: Bislang war das Wetter warm, aber nicht sonderlich stabil, ab Mittwoch droht eine deutliche Abkühlung – da wäre außer Dauerregen in nächster Zeit alles möglich.

Im Iseltal und im Lienzer Talboden mussten am späten Samstagabend wegen eines Unwetters die Polizei und Feuerwehren zu mehreren Einsätzen ausrücken. Sturmböen entwurzelten Bäume, Bauzäune bzw. Bauschilder wurden umgeweht. Für die Räumung waren auch kurzzeitige Sperren der B108 Felbertauernstraße notwendig. In der Andreas-Hofer-Straße in Lienz stürzte ein mächtiger Baum auf ein Mehrparteienhaus. Das Dach einer Liebherr-Werkshalle wurde durch den Wind zum Teil abgedeckt. (bcp, fell)

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