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Die TT-Ombudsstelle: Das Taubennest im Bett

Während des Lockdowns haben Tauben öffentliche Plätze für sich erobert, jetzt sind die Menschen zurück: Forderung nach artgerechtem Populationsmanagement.

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Während des Lockdowns haben Tauben wenig frequentierte öffentliche Plätze für sich erobert.
© iStock

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Sie sind ein gern verwendetes Symbol des Friedens, doch nur wenige wollen sie in der Nähe haben – schon gar nicht in Massen. Besonders in Städten stoßen Taubenpopulationen auf großen Widerstand, auch in Innsbruck wird der Ruf nach einem artgerechten, nachhaltigen Populationsmanagement für alle betroffenen Bereiche in der Stadt immer lauter. Derzeit gibt es zudem keine zentrale Stelle, bei der Bürger ihre Anliegen vorbringen können, so melden sich viele bei der TT-Ombudsstelle.

„Es ist uns fast nicht mehr möglich, unbeaufsichtigt Fenster und Balkontüren offen zu halten, denn die Tauben betrachten das als Einladung, hereinzukommen. Sogar in einem Bett wurde ein Nest gefunden“, schreibt eine Leserin aus dem O-Dorf im Namen der Bewohner einer aus drei Häusern bestehenden Wohnanlage. Der Brief ist an den zuständigen Vizebürgermeister Johannes Anzengruber gerichtet, eine Durchschrift ging an TT-Wohnexperten Klaus Lugger. Immer wieder müsse der Kot von Balkonen, Fensterbrettern und sogar in den Zimmern weggeputzt werden, schildert die Innsbruckerin die Situation und bittet um Hilfe: „Wir sind ratlos.“


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