Djokovic vermied in Wimbledon einen Ausrutscher, Tsitsipas bereits gescheitert

Der serbische Topfavorit Novak Djokovic gab den ersten Satz gegen Jack Draper (Nummer 253 der Welt) ab, drehte dann aber auf. French-Open-Finalist Stefanos Tsitsipas unterlag dem US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 4:6, 4:6, 3:6. Andy Murray kämpfte sich in Runde zwei.

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Novak Djokovic strauchelte in der ersten Runde nur im ersten Satz.
© Javier Garcia/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de

London - Topfavorit Novak Djokovic hat zum Auftakt des Rasentennis-Klassikers im Wimbledon zwar einen Satz abgeben müssen, einen sensationellen Erstrunden-Ausrutscher auf dem feuchten Untergrund aber vermieden. Auf der Jagd nach dem 20. Grand-Slam-Titel besiegte der Serbe am verregneten Montag in London den Briten Jack Draper 4:6,6:1,6:2,6:2. Das frühe Aus kam hingegen für Stefanos Tsitsipas. Der French-Open-Finalist unterlag dem US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 4:6,4:6,3:6.

Draper ist ein 19-jährige Linkshänder, nur die Nummer 253 der Welt und war dank einer Wildcard im Hauptbewerb dabei. Letztlich reichte unter dem wegen Regens geschlossenen Dach auch die frenetische Unterstützung von den Rängen - wegen der Coronavirus-Pandemie durfte die Hälfte der 15.000 Plätze auf dem Centre Court besetzt werden - aber nicht. Der 34-jährige Titelverteidiger Djokovic konnte zunächst etliche Chancen nicht nutzen, setzte sich aber nach exakt zwei Stunden durch.

Vor gut zwei Wochen holte Djokovic bei den French Open seinen 19. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Mit einem Triumph in Wimbledon würde er bei den Grand Slams zu den Rekordsiegern Roger Federer und Rafael Nadal aufschließen. Auch der echte Grand Slam - der Triumph bei den vier größten Veranstaltungen in einem Kalenderjahr - sowie Olympia-Gold sind als Ziele bei Djokovic im Hinterkopf.

Eröffnet hatten das Turnier eine halbe Stunde vor Djokovic und Draper die letztlich mit 6:1,6:4 siegreiche Weltranglisten-Vierte Aryna Sabalenka aus Belarus und die Rumänin Monica Niculescu.

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Der als Nummer drei gesetzte Tsitsipas zog nur gut zwei Wochen nach dem Endspiel in Paris am "Heiligen Rasen" gegen Tiafoe den Kürzeren. Der stand schon unter den Top 30 der Welt und ist derzeit die Nummer 57. Erst am Sonntag hatte Tsitsipas seine Chancen bei dem Grand-Slam-Event auf Rasen zurückhaltend beurteilt.

Grund zur Freude hatte hingegen der zweifache Wimbledonsieger Andy Murray. Der 34-jährige Schotte gewann 6:4,6:3,5:7,6:3 gegen den als Nummer 24 gesetzten Georgier Nikolos Basilaschwili. Dabei vergab Murray im dritten Satz eine 5:0-Führung und zwei Matchbälle, ehe er schließlich nach dreieinhalb Stunden Spielzeit auf dem Centre Court doch siegte. Für den lange verletzten und zwischenzeitlich auch schon zurückgetretenen Murray war es das erste Einzel bei dem Rasen-Turnier seit vier Jahren. 2013 und 2016 hatte der einstige Weltranglisten-Erste jeweils in Wimbledon triumphiert. (APA/dpa)


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