Bootshaus in Pertisau wird zum Ort für Veranstaltungen

Von der Öffnung des alten Bootshauses samt Integration eines Schiff-Oldtimers bis zum synthetischen Kraftstoff – der neue Chef der Achenseeschiffahrt hat einiges vor.

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Dieter Schmid ist als begeisterter Segler mit dem Achensee auf Du und Du. Jetzt ist er für die Schifffahrt verantwortlich.
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Von Walter Zwicknagl

Pertisau – Ein begeisterter Segler ist Dieter Schmid, der bei der Tiwag im Energiemanagement und Kundenservice tätig ist. Seit fast drei Monaten ist er auch der Ansprechpartner für die Achenseeschifffahrt an Tirols größtem See und Schmid hat einiges vor.

„Mir ist vor allem eine Neugestaltung des Bootshauses in Pertisau ein Anliegen. Die Betonteile wurden einst von der französischen Besatzung errichtet. Das Äußere hat heute noch immer den Charakter einer Baubaracke. Mir schwebt eine Öffnung zur Straßenseite vor“, verrät er. Schmid spricht von einem zeitgemäßen Nutzungskonzept und demnach hätten dort auch Konzerte oder Flohmärkte ihren Platz. Schließlich geht es um ein 150 Meter langes Seegrundstück, das mehr im Dienste der Öffentlichkeit stehen solle.

Schmid spielt auch mit dem Gedanken, das älteste Achenseeschiff St. Josef aus dem Jahr 1887 dort zu integrieren. „Wir sind momentan bei der Ideenfindung und hoffen auf eine zeitnahe Realisierung“, unterstreicht er und verspricht in einem Atemzug, dass der Schiff-Oldtimer St. Josef nicht verschrottet wird. Derzeit liegt dieser in der Werftanlage und ist durch eine Plane geschützt.

Es tut sich aber noch mehr am Achensee. „Wir haben im Bereich Gaisalm und Seehof die Erholungsbereiche erweitert und einiges investiert“, sagt Schmid. Beim Leuchtturm am Seehof ist neuerdings ein Pizzatruck stationiert, in dem die südländischen Matrosen Mario und Vincenzo die Gäste verwöhnen. 260 Gäste können in Normalzeiten auf der Gaisalm im Innenbereich versorgt werden, außen ist Platz für 140.

Für Schmid ist auch die ökologische Komponente wichtig. So soll demnächst eines der großen Achenseeschiffe mit einem rein synthetischen Kraftstoff angetrieben werden. „Dieser Kraftstoff ist klar wie Wasser und riecht nicht. Ich bin schon gespannt auf die Testergebnisse“, sagt Schmid. Neu bewirtschaftet wird auch das Seglerareal am Seehof, wo es derzeit 100 Mieter gibt. Im Vorjahr beförderte die Achenseeschiffahrt 186.000 Passagiere, 2019 waren es 240.000 Personen.


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