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Innsbrucks Grüne orten „Parteipolitik“ in Aufsichtsräten

Der grüne Mandatar Thomas Schultze verlässt den Aufsichtsrat der IVB im Sinne einer Entpolitisierung und fordert, dass es ihm andere Gemeinderäte gleichtun. Er selbst ließ sich für diesen Schritt viel Zeit.

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In den Räumen der IKB zieht am Freitag ein neuer Aufsichtsrat ein. Sehr zum Missfallen der Grünen sind auch zwei Gemeinderäte dabei.
© IKB

Von Denise Daum

Innsbruck – Für heftige Diskussionen sorgte die Neubesetzung des Aufsichtsrats der Innsbrucker Kommunalbetriebe IKB. Wie berichtet, wollte Bürgermeister Georg Willi (Grüne) diesen „entpolitisieren“, ging jedoch mit seinen personellen Vorschlägen baden. Sowohl im Stadtsenat als auch im Gemeinderat erhielt der Gegenvorschlag der FPÖ eine Mehrheit. Damit sind die beiden Gemeinderäte Markus Stoll (FI) und Andreas Wanker (ÖVP) auch in der kommenden Periode im IKB-Aufsichtsrat vertreten. Die konstituierende Sitzung findet am Freitag statt.

Die Grünen wollen ihren Kampf jedoch nicht aufgeben. Deren Gemeinderat Thomas Schultze fordert Stoll und Wanker nun explizit auf, die Wahl in den Aufsichtsrat nicht anzunehmen. „Parteipolitik hat dort nichts verloren“, erklärt der Grüne. Er mache es vor, sagt Schultze, der selbst seit acht Jahren im Aufsichtsrat der Innsbrucker Verkehrsbetriebe IVB sitzt. Für die dort ebenfalls nun anstehende Neubesetzung will er sich nicht mehr zur Verfügung stellen. „Politiker sollen diese Funktion den Experten überlassen“, betont Schultze.


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