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Billigfleisch am Luxusgriller: Tiroler Grillexperten bei der Blindverkostung

Die Österreicher essen zu viel Fleisch und greifen dabei oft zu der billigsten Ware. Wir haben Grillexperten gebeten, für uns dreimal Schweinsschopf blind zu verkosten.

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Dreimal Schopf: Josef Kaserer (l.) und Andreas Bstieler schauen sich das Grillgut zu unterschiedlichen Preisen genau an.
© Falk

Von Manuel Lutz

Brunau/Haiming – Schon beim Betreten der Grillwerkstatt im Haiminger Ortsteil Brunau, der Heimat des Tiroler Grillsportvereins „GrillXperts“, breitet sich der Duft von Grillkartoffeln mit einer mediterranen Note aus. „Ich hab schon mal die Beilage vorbereitet“, klärt Josef Kaserer auf. Zusammen mit Andreas Bstieler, Obmann der „GrillXperts“, hat sich Kaserer bereit erklärt, eine Fleisch-Blindverkostung (Ergebnisse in der Box) mit der TT durchzuführen.

Auslöser dafür sind aktuelle Auswertungen von Umweltschutzorganisationen. Die Tatsache, dass etwa hierzulande das Fleisch in Supermärkten durchschnittlich um 24 Prozent verbilligt angeboten wird, ist auch für die beiden Grill-Juroren erschreckend. „Der Gedanke der Industrialisierung, alles zu optimieren, immer schneller zu werden und dabei Kosten zu sparen, ist auch auf Lebensmittel übergegangen. Das ist sehr bedenklich, denn es stecken Lebewesen dahinter“, ist für Bstieler klar.


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