Roger Federer zog ohne Mühe in die 3. Wimbledon-Runde ein

Der achtmalige Sieger Roger Federer hat gegen den Franzosen Richard Gasquet den Sprung in die dritte Runde von Wimbledon geschafft. Dort stehen u.a. auch Daniil Medwedew und Alexander Zverev. Bei den Damen feierte French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova ihren bereits 14. Sieg in Folge, auch die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty ist eine Runde weiter.

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Roger Federer setzte sich am Donnerstag gegen den Franzosen Richard Gasquet durch.
© AELTC/BEN SOLOMON

London ‒ Roger Federer hat beim Tennis-Grand-Slam-Turnier von Wimbledon souverän die 3. Runde erreicht. Der 20-fache Major-Sieger bezwang den Franzosen Richard Gasquet am Donnerstag 7:6(1),6:1,6:4. Ebenfalls seiner Favoritenrolle gerecht wurde Daniil Medwedew. Die Nummer zwei des Rasen-Klassikers ließ dem Spanier Carlos Alcaraz beim 6:4,6:1,6:2 keine Chance. Siegreich war auch der auf Position vier eingestufte Deutsche Alexander Zverev, der Tennys Sandgren (USA) 7:5,6:2,6:3 besiegte.

Federer hatte nur im ersten Satz seine Mühe, ließ Gasquet im Tiebreak dann aber keine Chance. Im Vergleich zum Auftaktduell mit Adrian Mannarino, wo er im 5. Satz von der Aufgabe seines Gegners profitiert hatte, war beim achtfachen Wimbledon-Champion eine klare Leistungssteigerung erkennbar. "Es fühlt sich besser an. Ich bin gut reingekommen, es war ein wunderbares Spiel. Ich bin insgesamt sehr glücklich", sagte Federer. Im Kampf um den Achtelfinaleinzug wartet auf den 39-Jährigen der Brite Cameron Norrie, die Nummer 34 der Welt.

Auch Medwedew, Zverev, Berrettini und Bautista Agut weiter

Medwedew hielt den bereits auf Platz 75 im Ranking vorgestoßenen Alcaraz gut in Schach. "Carlos ist ein unglaublicher Spieler. Ich bin mir sicher, dass er bald in den Top Ten oder noch weiter vorne zu finden sein wird", streute Medwedew dem unterlegenen 18-Jährigen Rosen. Seine nächste Hürde ist der ehemalige Wimbledon-Finalist Marin Cilic aus Kroatien oder der französische Qualifikant Benjamin Bonzi.

Zverev konnte während des Aufeinandertreffens mit Sandgren sogar scherzen. "Britische Fans haben einen guten Sinn für Humor. Ich habe Spaß an der Interaktion mit den Fans, diese Sachen sind auch sehr gut für den Sport", erläuterte der Deutsche. Nur einen Breakball hatte er in der ganzen Partie gegen sich, so war ein neuerlicher Erfolg ohne Satzverlust die logische Folge.

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In der 3. Runde wartet mit Taylor Fritz neuerlich ein US-Amerikaner. Die Nummer 31 des Turniers behielt in einem Fünf-Satz-Krimi gegen seinen Landsmann und den Dennis-Novak-Bezwinger Steve Johnson die Oberhand.

Ebenfalls eine Runde weiter kam der Italiener Matteo Berrettini (7), der den Niederländer Botic van de Zandschulp glatt in drei Sätzen verabschiedete. Der Spanier Roberto Bautista Agut (8) beendete das am späten Mittwochabend unterbrochene und am Donnerstag fortgesetzte Match gegen den Serben Miomir Kecmanovic nach fünf Sätzen mit 6:3,6:3,6:7(3),3:6,6:3 als Sieger.

Barty ohne Satzverlust in 3. Runde

Bei den Frauen gab sich die Weltranglistenerste Ashleigh Barty keine Blöße. Die Australierin besiegte die Russin Anna Blinkowa mit 6:4,6:3. Ebenfalls eine Runde weiter ist die tschechische French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova, die mit einem 7:5,6:4 gegen die Deutsche Andrea Petkovic ihren 14. Matchsieg in Folge feierte.

Das Aus kam hingegen für die auf Position drei eingestufte Ukrainerin Jelina Switolina, die der Polin Magda Linette mit 3:6,4:6 unterlag. Damit haben von den Top Ten einzig die topgesetzte Barty, die nun auf die Tschechin Katerina Siniakova trifft, ihre weißrussische Verfolgerin Aryna Sabalenka sowie die Polin Iga Swiatek die 3. Runde erreicht.

Olympia-Duo Marach und Oswald im Doppel weiter

Oliver Marach und Philipp Oswald haben die jeweilige Auftakthürde im Doppelbewerb des Tennis-Grand-Slam-Turniers von Wimbledon gemeistert. Der 40-jährige Steirer setzte sich am Donnerstag an der Seite des Pakistaners Aisam-Ul-Haq Qureshi gegen die als Nummer 13 gesetzte belgische Paarung Sander Gille/Joran Vliegen mit 6:4,6:4 durch. Der 35-jährige Vorarlberger schaltete gemeinsam mit Marcus Daniell, als 15 Nummer gesetzt, Jay Clarke/Marius Copil (GBR/ROU) mit 6:3,3:6,6:3 aus.

Der Rasen-Klassiker ist für beide österreichischen Doppel-Spezialisten eines von zwei Highlights innerhalb kurzer Zeit, bei Olympia in Tokio gehen sie dann als gemeinsames ÖTV-Duo im Kampf um die Medaillen an den Start. Die Turnier-Teilnehmerliste für den zwischen 24. Juli und 1. August angesetzten und auf Hartplatz ausgetragenen Bewerb im Ariake Tennis Park wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Auch im Hinblick darauf ist ein starker Auftritt in Wimbledon für das Selbstvertrauen wichtig. In der 2. Runde wartet auf Marach/Qureshi der Sieger der Begegnung Lloyd Harris/Alexei Popyrin (RSA/AUS) gegen Austin Krajicek/Tennys Sandgren (USA). Der Neuseeländer Daniell und Oswald sind im anderen Turnierraster zu finden und treffen nun entweder auf Tomislav Brkic/Nikola Cacic (BIH/SRB) oder Egor Gerasimow/Yoshihito Nishioka (BLR/JPN).

Nicht mehr im Bewerb vertreten ist hingegen Jürgen Melzer. Der noch einmal aktiv in Erscheinung getretene ÖTV-Sportdirektor unterlag mit dem Deutschen Andre Begemann den Niederländern Sander Arends/Matwe Middelkoop (NED) mit 6:7(2),6:4,2:6. (APA, dpa, TT.com)


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