Die Rhombus-Marke legt das Dach flach: Renault Arkana startet durch

Mit dem Arkana setzt Renault einen markanten SUV-Schritt im Coupé-Schnitt. Diesel gibt’s keinen, Benziner sind hybridisiert.

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Gar nicht klein ist das SUV-Coupé der kompakten Klasse, er überragt in der Länge sogar den Kadjar.
© Renault

Von Beatrix Keckeis-Hiller

Krems – Wenn selbst Motorradfahrer in der Wachau innehalten, um zu schauen, dann heißt das schon etwas. Mindestens, dass der Auffallfaktor da ist: Dabei ist der Arkana gar nicht so hoch. Das hat nicht nur mit der Flachlegung des nach hinten abfallenden Dachs zu tun, sondern auch mit der Crossover-Orientierung, die derzeit in Mode ist. Bei 1,576 Metern können sogar mittelgroß Gewachsene problemlos drüberschauen. Und was er an Höhe weniger hat, das wurde ihm an Länge zugestanden. Auf der Plattform (CMF) des Clio und des Captur misst er 4,568 Meter in der Länge, und überragt damit sogar den Kadjar um fast acht Zentimeter. An Radstand legt er ihm auch noch 74 Millimeter vor (2720 gegenüber 2646 Millimetern). Was im Fahrbetrieb in sehr ausgewogener Balance resultiert. Und zwar sowohl in der Vollhybrid-Version – E-Tech Hybrid 145 mit 143 PS Systemleistung – als auch in der Variante mit mild hybridisiertem Benziner – TCe 140 EDC mit 140 PS.

Mit beiden Motorisierungen ist die Fahrwerks-Abstimmung eine gelungene Verschränkung von Sportlichkeit und Komfort. Die Lenkung ist, wie schon beim Captur, gerade richtig direkt – und bietet gut gefühlvolle Rückmeldung. Die Reifen quietschen bei 36 Grad Sommerhitze bald einmal (die unbissigen Bremsen tun es nicht). Die Antriebspalette wird um einen 160-PS-Benziner erweitert werden, ebenfalls ein Mildhybrid. Wer auf einen Diesel oder einen Plug-in-Hybrid wartet, wird enttäuscht sein, die gibt es beide nicht. Was es auch nicht geben wird, das sind mechanische Schaltungen. Im Arkana arbeitet entweder ein sechsstufiges Doppelkupplungssystem oder, wie im E-Tech, dem Vollhybriden, der eigenentwickelte Multimode-Antrieb. Der wirkte im Test-Probanden zwar zuweilen ein wenig wie ein CVT-Getriebe, doch war das ausprobierte Modell an Kilometern noch sehr, sehr jung. Allradantrieb ist übrigens auch kein Thema, trotz einer vielversprechenden Bodenfreiheit von zwanzig Zentimetern.

Dafür ist die digitale und die assistenztechnische Mitgift so umfassend wie reichhaltig. Konfigurierbares TFT-Kombiinstrument und Infotainment-Touchdisplay können’s farblich recht bunt treiben, verständlich bleiben beide dennoch. An Fahrhelfern offeriert Renault unter anderem einen Stau- und Autobahnassistenten. An Bord holen kann man sich eine – wirksame und zugfrei einstellbare – Klimaautomatik, Ledermöblierung und LED-Scheinwerfer, dem schmucken Auftritt nachgeholfen werden kann mittels 19-Zöllern. In der Version RS Line schaut der Jungfranzose richtig grimmig sportlich drein.

Der Preis: ab 28.990 Euro. Der Hybrid ist ab 30.490 Euro erhältlich. Zu den Händlern rollen die ersten Exemplare gerade.

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