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Corona-Gefahr in Schule: Schlechte Luft in Klassen bleibt Problem

Die Luftqualität ist in Schulen seit Jahren unbefriedigend, damit steigt die Gefahr einer Ansteckung mit Corona. Für den Herbst besteht laut Hans-Peter Hutter Handlungsbedarf.

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Auch die Konzentrationsfähigkeit nimmt mit steigendem CO2-Wert ab, haben Untersuchungen gezeigt.
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Von Brigitte Warenski

Wien – „In unzureichend belüfteten Innenräumen ist das Risiko einer Ansteckung mit SARS-COV2 erhöht“, heißt es in einem Positionspapier des Arbeitskreises Innenraumluft (Klimaschutzministerium), an dem auch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien mitgearbeitet hat. Im Sinne des Infektionsschutzes „sollten daher Schul- und Unterrichtsräume mit möglichst hohem Luftaustausch und Frischluftanteil versorgt werden“, sagen die Experten. Damit der Schulstart im Herbst sicher über die Bühne geht und Schulen wegen Coronaclustern nicht gleich wieder geschlossen werden müssen, ist das Thema Raumluftqualität von Dringlichkeit – Grund genug, sich darüber bereits jetzt Gedanken zu machen und die Vorgehensweise für den Schulstart im Herbst zu beschließen. Erst diese Woche hatte Bildungsminister Heinz Faßmann verlautet, dass die Frage, ob in den Schulen Luftreiniger genutzt werden sollen, noch nicht abschließend geklärt sei. Hier würden noch Gespräche mit Umweltmedizinern, Schulerhaltern und der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) anstehen. Für Hutter sind die Luftreiniger in speziellen Fällen als ergänzende Maßnahme „hervorragend. Aber generell brauchen wir das nicht in jeder Klasse.“


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