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ÖGB meldet sich zur Pflege: Ein Paket, das sich gewaschen hat

Entlastung pflegender Angehöriger, mehr Lohn, ein Betreuungspool, kürzere Arbeitszeit: Der ÖGB hat ein Forderungspaket beschlossen.

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Die Pflege gleicht für das Personal, Betroffene wie pflegende Angehörige, mittlerweile einem täglichen Akt auf dem Drahtseil – ohne Sicherheitsnetz. Das muss sich ändern, so der ÖGB.
© imago

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – In der Pflege ist es nicht nur in Tirol „5 nach 12“. Den Pflegenotstand gibt es österreichweit. Und die Aussichten sind nicht die besten. Mit dem Alter steigt im Regelfall auch der Pflegebedarf. Österreich wird älter. Allein in Tirol werde sich der Anteil der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2040 um fast 110 Prozent erhöhen, sagt ÖGB-Tirol-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Und damit auch der Personalbedarf. Schätzungen des Landes rechnen damit, dass binnen der kommenden neun Jahre 7000 zusätzliche Pflegekräfte notwendig sein werden, um den Bedarf abdecken zu können. Nur: Bereits jetzt können Kliniken wie Heime Betten teils nicht belegen, weil die Pflegerinnen und Pfleger fehlen. Die Drop-Out-Quote ist eine hohe – die Belastungsgrenzen nicht erst seit Corona, jetzt aber umso mehr, überschritten. Das ist die bittere Realität. Nicht nur in Tirol und Österreich, auch im benachbarten Ausland.


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