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Ansprüche von Nazi-Opfern: „So weit wie möglich zu Gunsten der Antragsteller“

Extrem ungerecht? Drei Juristen haben seit 2001 überprüft, ob Nazi-Opfer noch Ansprüche auf Rückerstattung von Immobilien haben. Vorsitzender Josef Aicher zieht Bilanz.

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Das frühere Sanatorium Fürth in Wien-Josefstadt ist eine der prominentesten Immobilien, die zurückgestellt wurden. Nach 1945 waren dort Teile der US-Botschaft untergebracht.
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Von Wolfgang Sablatnig

Wien – Die Frage, wie viel zurückzugeben sein wird, war eine große Unbekannte: Als Österreich und die USA im Jahr 2001 das Washingtoner Abkommen zur Entschädigung von NS-Opfern abschlossen, vereinbarten sie, auch die Rückgabe von Immobilien und Liegenschaften zu prüfen (siehe Kasten). Eine dreiköpfige Schiedsinstanz unter Vorsitz des Handelsrechtlers Josef Aicher prüfte. In 61 Fällen empfahlen sie eine Rückstellung oder finanzielle Entschädigung. Der Wert der späten Wiedergutmachung: 48 Millionen Euro. In der Vorwoche schloss die Schiedsinstanz ihre Arbeit endgültig ab.


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