Trump holte vor Tausenden Anhängern gegen New Yorker Justiz und Biden aus

Die Anklage gegen sein Unternehmen lässt Trump nicht auf sich sitzen. Die New Yorker Justiz verfolge ihn und seine Angestellten, sagt er bei einer Kundgebung im Bundesstaat Florida. Erneut wiederholt der frühere US-Präsident die falsche Behauptung, er sei um seinen Wahlsieg betrogen worden.

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Ex-US-Präsident Donald Trump.
© MANDEL NGAN

Sarasota/Washington – In einer wahlkampfähnlichen Rede vor Tausenden Anhängern hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump zum Rundumschlag gegen politische Rivalen und die New Yorker Justiz ausgeholt. „Sie haben jede Regierungsmacht mobilisiert, um mich, meine Familie, meine wunderbaren Angestellten und mein Unternehmen zu verfolgen – alles nur aus politischen Gründen", sagte der Republikaner am Samstag vor der Menge, die zu der Veranstaltung unter freiem Himmel in Sarasota (Florida) kam.

Scharfe Kritik übte der Republikaner an der Staatsanwaltschaft von Manhattan, die kürzlich Anklage gegen die Trump Organization und deren Finanzchef Allen Weisselberg wegen Steuerbetrugs erhoben hatte. „Das nennt man in Wirklichkeit staatsanwaltschaftliches Fehlverhalten. Es ist eine schreckliche, schreckliche Sache."

Die Rede wurde als Feier anlässlich des Unabhängigkeitstags der USA am 4. Juli mit Feuerwerk inszeniert. Trump warf seinem Nachfolger Joe Biden, dem er bei der Wahl voriges Jahr unterlegen ist, insbesondere Versäumnisse bei der Einwanderungspolitik und der Kriminalitätsbekämpfung vor und wiederholte einmal mehr die falsche Behauptung, er habe die Präsidentenwahl 2020 wegen Betrugs gegen den Demokraten verloren. Er forderte seine Anhänger dazu auf, bei den Kongresswahlen im November 2022 seine Verbündeten zu unterstützen, um den Demokraten deren derzeitige Kontrolle über beide Parlamentskammern zu entreißen.

Die Trump Organization, die unter anderem Luxusimmobilien, Hotels und Golfressorts verwaltet, und Trumps langjähriger Finanzberater Weisselberg hatten am Donnerstag die Vorwürfe des Bezirksstaatsanwalts von Manhattan zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert. Die Ankläger sind nach einer Untersuchung der Geschäftspraktiken der Trump Organization zu dem Ergebnis gelangt, dass sie es mit „weitreichendem und dreistem" Steuerbetrug zu tun haben. Trump selbst wurde nicht angeklagt. Allerdings könnte der Ausgang Bedeutung für die Frage haben, ob Trump bei der Präsidentenwahl 2024 erneut antritt. (APA/Reuters)


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