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Neugestaltung von Innsbrucker Bozner Platz: Behinderte bei Konzept vergessen

Der Bozner Platz soll eine autofreie Begegnungszone werden. Allerdings wurde dabei den Behinderten, die dort auf die einzige Innenstadt-Drive-in-Apotheke angewiesen sind, die Parkmöglichkeit genommen.

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340 Behindertenparkplätze gibt es in Innsbruck. Allerdings sorgt die Streichung am neuen Bozner Platz für Ärger. Denn diese dienen auch als Zufahrt zur einzigen Drive-in-Apotheke in der Innenstadt.
© Imago

Von Susann Frank

Innsbruck – Beim Anblick des Entwurfs der Stadt Innsbruck für den neuen Bozner Platz fühlte sich Werner Pfeifer wieder einmal ausgeschlossen. Obwohl Inklusion in aller Munde ist, sind bei der Bestrebung, die Innenstadt autofrei zu bekommen, auch gleich die zwei Behindertenparkplätze gestrichen worden. Sie wurden in die Wilhelm-Greil-Straße verlegt. Ist ja nur um die Ecke, könnte man denken. Für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ist das aber an der falschen Ecke gespart, denn am Bozner Platz befindet sich auch die einzige Drive-in-Apotheke der Innenstadt. Das ist gerade für Menschen, die oft mit einer Dauermedikation leben müssen, immens wichtig.


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