Platter will bei GR-Wahlen 2022 zumindest alle 236 Bürgermeister halten

Die Tiroler Volkspartei hat am Montag einen sogenannten „Zukunftsdialog" gestartet. Bis hin zur Landtagswahl 2023 möchte man sich ein „Update" geben. Bei den Gemeinderatswahlen 2022 steckt man sich das Ziel, zumindest alle 236 ÖVP-Bürgermeister zu halten.

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LH Platter möchte 2022 das „starke Ergebnis vom letzten Mal verteidigen".
© EXPA/JOHANN GRODER

Innsbruck – Die Tiroler Volkspartei hat am Montag bei einer Sitzung des Landesparteivorstandes ihren Blick in die Zukunft gerichtet und einen "Zukunftsdialog" gestartet, bei dem man sich selbst bis zur Landtagswahl 2023 ein "Update" geben will. Etwas näher in der Zukunft liegen freilich die im kommenden Februar anstehenden Gemeinderatswahlen. Dafür gab Landesparteiobmann LH Günther Platter das Ziel aus, zumindest alle 236 ÖVP oder ÖVP-nahen Bürgermeister halten zu wollen.

"Wir wollen das starke Ergebnis vom letzten Mal verteidigen", sagte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Parteigremiums. Ziel sei es, zumindest das Gleiche zu erreichen, wie bei den letzten Gemeinderatswahlen 2016. Die nächstjährigen Wahlen finden am 27. Februar statt und betreffen alle Kommunen des Bundeslands mit Ausnahme der Landeshauptstadt Innsbruck und der neuen Gemeinde Matrei am Brenner.

Für die nächste Landtagswahl im Jahr 2023 hatte der Landeshauptmann ja bereits angekündigt, wieder kandidieren zu wollen. Wie es danach weiter gehen soll, dazu wollte er sich jedoch noch nicht in die Karten blicken lassen. "Ich mache mir natürlich viele Gedanken über einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, es wäre ein fataler Fehler nicht darüber nachzudenken", meinte Platter. Noch werde er seine Gedanken aber nicht mit der Öffentlichkeit teilen.

Unter dem Motto "Forum 2030: Aufbruch Tirol" will die ÖVP indes "die Themen der Zukunft in Angriff nehmen", erklärte Platter. Die Partei wolle sich öffnen und auch junge Leute stärker einbinden. Für die inhaltliche Diskussion will sich die Partei viel Zeit lassen. Bis vor der Landtagswahl 2023 soll der Zukunftsdialog dann abgeschlossen sein und das neue Programm präsentiert werden, sagte der Parteichef. Einen frühzeitigen Start in den Wahlkampf sah Platter darin jedoch nicht.

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ÖVP-EU-Abgeordnete Barbara Thaler wird den Prozess mit zehn Themengruppen bzw. Diskussionsforen und einer Arbeitsgruppe leiten. Die vergangenen eineinhalb Jahre hätten die Sicht auf die Dinge verändert, sprach Thaler die Coronapandemie an. Eine Rückkehr zur Normalität schließe jedoch nicht aus, dass man gewisse Dinge nun besser machen könne.

Im Sommer soll ein Dialog mit den Bürgern gestartet werden, berichtete Landesgeschäftsführer Martin Malaun. Im Herbst gebe es dann schon die ersten Grundlagen für die Themengruppen. Als eines der zentralen Themen sah Platter jedenfalls den Klima- und Umweltschutz. Dieses Thema sei bisher zu wenig betrachtet worden, machte er eine der bisherigen Schwächen aus. (APA)


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