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TT-Analyse zum Wolf: Die Jagdgesellschaft im Netz hat aufmunitioniert

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Nikolaus Paumgartten

Von Nikolaus Paumgartten

Wenn schon nicht auf den Wolf geschossen werden darf, dann lasst uns doch wenigstens zum Halali im Netz blasen – und zwar nicht nur auf den Wolf! So oder so ähnlich müssen die Gedankengänge jener gehen, die größte Freude daran haben, in einer aufgeheizten Stimmung für Zunder in den sozialen Netzwerken zu sorgen. „Helden“ am Handy, „Freiheitskämpfer“ an der Tastatur. Ausgehend von einigen wenigen, geteilt, verbreitet und verstärkt von vielen. Das Wunder Internet – Fluch und Segen zugleich. Wer online zum illegalen Abschuss aufruft oder dem WWF unterstellt, in Nacht-und-Nebel-Aktionen Wölfe in Tirols Bergwelt zu setzen, hat allerdings kein Interesse an einer sachlichen Diskussion, sondern will die Eskalation über den vermeintlich rechtsfreien Raum des weltweiten Netzes erreichen. Und fühlt sich außerdem mit jedem „Daumen hoch“, „Like“ und „Retweet“ in seinem Kampf auch noch bestärkt.


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