„Personale“ im bilding: Wunderland auf wackeligem Territorium

Die „Personale“ des Innsbrucker bilding führt vor, was sich hier in den vergangenen zwei Jahren getan hat.

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Die Ausbeute aus zwei Jahren: „Personale“ im bilding.
© bilding

Innsbruck – Für sie sei das bilding noch immer ein Wunder, sagt Monika Abendstein, Herz, Hirn und Hand dieser wunderbaren Kunst- und Architekturschule anlässlich der Eröffnung der zweiten „Personale“, die zum nachgefeierten Fest zum fünften Geburtstag wurde. Ausstellungsmacherin Rosanna Dematté (Kuratorin am Tiroler Landesmuseum) hat die Schau als Parcours durch das bilding angelegt, bestückt mit Arbeiten, die während der vergangenen zwei Jahre im Rahmen von Workshops entstanden sind.

Um eine Reise durch experimentelle, durch die jugendliche Fantasie ihrer Macher beflügelte Kunstwelten vorzuführen. Der Bogen, der hier gespannt wird, ist weit, erzählt vom Tun in sämtlichen Werkstätten, jenen für Malerei genauso wie Bildhauerei, Architektur und Medienkunst. Das Gezeigte reicht vom gezeichneten Selbstporträt bis zu bunt Gemaltem, Fotografiertem, Keramiken und Collagen. Oder einem von Sieben- bis Zwölfjährigen gemachten „Haus des Körpers“, das u. a. mit der Seele möbliert ist.

Zum Höhepunkt des montägigen Fests wurde die Versteigerung von 21 Arbeiten von bilding-„Künstlern“, die durch „Auktionator“ Bernhard Sanders zur vergnüglichen Performance wurde und der von Stadt, Land, Bund und Sponsoren finanzierten Kunst- und Architekturschule 1600 Euro eingebracht hat. Das bilding sei „ein Geschenk, auch für die Stadt“, outete sich Kulturstadträtin Uschi Schwarzl als Fan. Worte, die Monika Abendstein natürlich freuen, lieber würde sie allerdings endlich den Bescheid für die permanente Betriebsbewilligung des bilding in Händen halten.

Nächste Woche startet das dichte Sommerprogramm gemeinsam mit dem neuen artist in residence, dem Engländer Evan Reinhold, dem nach einem halben Jahr ein junger Japaner nachfolgen wird. (schlo)

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