Tiroler Ex-Radprofi war auch Dopingsünder: Haft- und Geldstrafe

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Dopingkontrollen überführen immer wieder Sportler.
© APA/Fife

Das Rennradfahren hat ein Tiroler Radprofi schon lange aufgegeben. Gestern am Landesgericht gab es jedoch eine Rückblende auf die Saisonen 2014 bis 2016, in denen der Tiroler für zwei Radteams erfolgreich tätig gewesen war. Laut Staatsanwalt Dieter Albert hatte der Tiroler seine damaligen Zeiten jedoch unter dem Einfluss von Wachstumshormonen und des Sportler-Dopingmittels EPO „heimgeradelt“. Der Ex-Radprofi sah sich zu Unrecht belastet – und so wurde gestern von Richterin Verena Offer nochmals ein Trainer als Zeuge einvernommen. Der Kroate, der einen der allerletzten Doping-Prozesse in Innsbruck noch vor sich hat, blieb jedoch bezüglich der Einnahme von Dopingmitteln bei seinen belastenden Aussagen. Richterin Offer sah darauf anklagekonform schweren Betrug an den Teams und verhängte nicht rechtskräftig vier Monate bedingte Haft und 960 Euro Geldstrafe. Dazu wurden 28.000 Euro an Verdiensten für an die Republik verfallen erklärt.


Eine angeklagte Untreue endete am Landesgericht mit einem Freispruch. Der Sachverhalt war nämlich rein durch die Pandemie bedingt. So hatte ein Hotelmitarbeiter über drei Jahre die Autoleasingraten brav bezahlt. Letztes Frühjahr schloss der Betrieb. Fehler: Den neuen Wohnsitz in Deutschland hatte der Angeklagte der Leasingfirma lange nicht mitgeteilt. Mittlerweile fließen die Raten aber wieder. (fell)

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