Mensch, nicht Mann: Musiker Lou Asril feiert sein Tirol-Debüt

Lou Asril holt am Samstag sein Tirol-Debüt nach. Zuvor sprach er mit der TT über Auftreten, Karriereängste und neue Projekte.

  • Artikel
  • Diskussion
Erstmals in Tirol: Lou Asril gastiert am Samstag in Hall.
© Gotter

Innsbruck – Es sah alles nach einem vielversprechenden Karrierestart aus, als der damals 20-jährige Lukas Riel als Lou Asril im März 2020 seine erste EP veröffentlichte. Doch bereits der Auftritt zum Album-Release fiel der Pandemie zum Opfer. Ebenso wie das Tirol-Debüt des Oberösterreichers im Innsbrucker Treibhaus. Sein erstes Konzert in Tirol holt Lou Asril nun am Samstag beim Open Air des Haller Stromboli im Hofratsgarten der Burg Hasegg nach.

Dass der Release der EP „louasril“ 2020 zum maximal ungünstigsten Zeitpunkt stattfand, muss Asril im Gespräch mit der TT zugeben. Wirkliche Ängste um seine Karriere hat der Sänger aber bis heute nicht. „Erst seit rund einem Monat, seit es wieder richtig losgeht, stellt sich eine Art Unruhe in mir ein“, so Asril. Der Grund dafür ist auch ein positiver: „Ich fiebere derzeit auf die Finalisierung meines aktuellen Projekts hin“, erklärt er und meint damit zwar nicht den erwarteten Longplayer, aber eine weitere, noch namenlose EP, die noch 2021 erscheinen soll.

Stilistisch soll das neue Mini-Album immerhin elektronischer, „clubbiger“ werden, verrät der Sänger. Auch weil das zur Zeit passt. Grundsätzlich bleibt das „Soul/R’n’B-Wunderkind“ (so wird Asril in Hall angekündigt) seinen Wurzeln treu. Und das ist nicht jene klassische Musik, die Asril in seinem Elternhaushalt kennen lernt, sondern Black Music, mit der der 21-Jährige in seinem Studium in Linz in Berührung kommt. Inzwischen besetzt der Stimmvirtuose eine Nische in der zeitgenössischen Popmusik aus Österreich.

Kein Wunder also, dass Asril von Beyoncé oder H.E.R. träumt, wenn er gefragt wird, mit welchen ArbeitskollegInnen er sich eine musikalische Kollaboration vorstellen könnte. Es sind nicht nur internationale R’n’B-Größen, sondern eben auch bewusst Künstlerinnen, die Asril zurzeit besonders faszinieren. „Es geht nicht nur um das Supporten weiblicher Acts, ich bewundere die Energie, die von ihnen ausgeht“, sagt der Sänger. Über sein eigenes Männerbild, ein modernes, gern auch exaltiertes, denkt Asril übrigens nicht länger nach: „Auch bei mir geht es weniger um den Mann als um den Menschen.“

<p>10x Wanderausrüstung zu gewinnen</p>

<p>TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.</p>

Als Musiker trumpfte Asril jedenfalls gerade mit interessanten Kollaborationen auf, nach seinem schillernden Auftritt mit Tom Neuwirth aka WURST beim Amadeus 2020, für die neueste Single „When The Lights Go out“ tat er sich mit Shootingstar Avec zusammen. Nach Hall bringt Lou Asril sein „altes“ Set mit, eines aber, das er mit „neuer Energie“ füllen will. Hört man jetzt schon einmal in seine samtweich-souligen Tracks rein, ist man sicher: Es wird heiß werden. (bunt)


Kommentieren


Schlagworte