Kitzbüheler Südeinfahrt: Ein „Ja“ mit viel Bauchweh

Eine Grundsatzvereinbarung ebnet die seit Langem gewünschte und geplante Neugestaltung der Kitzbüheler Südeinfahrt.

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Zwei Kreisverkehre und eine Parallel-Straße sollen in der Langau den Stadt- vom Durchzugsverkehr trennen.
© Harald Angerer

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es war eine lange, aber sachliche Diskussion, die zur Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung mit Max Lamberg führte. Der Kitzbüheler Gemeinderat musste sich am Dienstagabend mit dieser Entscheidung befassen. Sie bildet die Grundlage für eine Neugestaltung der Kitzbüheler Südeinfahrt, zwischen Fußballplatz und Einfahrt Siedlung Einfang.

Geplant sind eine Parallelstraße und zwei Kreisverkehre. Dafür sind Flächen von Lamberg notwendig, und hier konnte nun eine Einigung erzielt werden. Diese gefällt nicht allen im Gemeinderat, denn dem Grundstücksbesitzer soll eine Fläche von 40.000 m² umgewidmet werden – für ein mögliches Hotel, die TT berichtete.

„Das Projekt steht unter dem Titel ,Sicherheit‘. Wir sichern damit die Zufahrt zu zwei Siedlungsgebieten und dem Fußballplatz und dazu ist es möglich, den Hochwasserschutz zu verbessern“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP). Bei der Gemeinderatssitzung war auch Christian Molzer, Vorstand Abt. Landesstraßen und Radwege des Landes, und er sprach von einer sehr guten Lösung und stellte einen Baubeginn für Frühjahr 2022 in Aussicht.

Kritik für die Lösung gibt’s von FPÖ-Gemeinderat LA Alexander Gamper. Er sieht eine „Vergoldung“ der 40.000 m² und spricht sich sowohl gegen die Umwidmung als auch gegen das Hotelprojekt aus. „Mir gefällt die Hotelwidmung auch nicht, ich weiß aber, dass noch deutlich mehr Widmungen gefordert waren. Für mich steht die Sicherheit im Vordergrund“, sagt SPÖ-Ersatzgemeinderat Siegfried Luxner.

„Mir geht es da ähnlich wie dem Sigi, nur die 40.000 m² stehen in keiner Relation“, erklärt GR Marielle Haidacher (UK). Das Hotel ist laut Winkler nicht in Stein gemeißelt. „Im letzten Schreiben war nun von einem Businesspark die Rede“, schildert Winkler. Zudem werde es eine Widmung erst geben, wenn ein fertiges Projekt vorliegt. Dann erfolgt eine Sonderflächenwidmung mit Bebauungsplan, damit die Stadt größtmöglichen Einfluss hat. Das überzeugte nicht alle. 14 Mandatare stimmten für die Vereinbarung, drei enthielten sich und zwei nahmen an der Abstimmung nicht teil.


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