Bundesliga-Vorsitzender Karaagac: „Wir sind in Tirol gut aufgestellt"

Österreichs Tischtennis-Bundesliga hat einen neuen Vorsitzenden – mit Hüseyin Karaagac erstmals einen Tiroler.

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Ligaspitze: Hüysein Karaagac.
© Privat

Sie sind neuer Vorsitzender der Tischtennis-Bundesliga. Wie kam das?

Hüseyin Karaagac: Mein Herz schlägt, seit ich sieben Jahre alt bin, für Tischtennis, und ich war neben meiner Funktion als TI-Tischtennis-Obmann im Rechtsausschuss der Bundesliga. Ich wurde darauf angesprochen und nun ergab sich die Gelegenheit.

Dazu stellt Tirol auch sechs Teams in den höchsten Spielklassen. Ist Ihre Rolle jetzt ein Vorteil?

Karaagac: Wir sind in Tirol gut aufgestellt, das freut mich sehr. In Kirchbichl, Kufstein, Innsbruck und auch sonst wird tolle Arbeit geleistet. Klar muss ich mich bei mancher Entscheidung dann enthalten. Aber es ist doch ein wichtiges Zeichen, dass auch der Westen im sonst traditionell eher ostlastigen Tischtennissport vertreten ist.

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Was soll sich ändern?

Karaagac: Wir haben mit rund 50 Bundesliga-Teams eine gute Struktur, im oberen Bereich auch sehr professionelle Clubs. Ziel ist, dass sich mehr österreichische Topspieler an der Spitze etablieren. Ein weiteres, die Medienpräsenz, die für uns enorm wichtig ist, weiter zu erhöhen.

Es bleibt das leidige Thema in Österreichs Sport: Auf Legionäre bauen oder doch auf den Nachwuchs setzen?

Karaagac: Das Thema kann man nicht schwarzweiß sehen. Legionäre machen die Liga spannend, heben das Niveau. Davon profitieren auch heimische Spieler. Der verpflichtende Einsatz von jungen Spielern in der 2. Liga hat sich bewährt. Darauf bauen wir auf.

Sie übernehmen die Aufgabe ausgerechnet jetzt, wo Ihr Heimatclub TI nicht mehr vorne mitspielt ...

Karaagac: Wir sind seit 20 Jahren dabei und hatten erfolgreiche Zeiten. Jetzt ist eine Phase des Umbruchs, aber es wird wieder neue Gardos, Maiers und Leitgebs geben.

Mit 26 sind Sie noch jung für ein Funktionärsamt ...

Karaagac: Wahrscheinlich bin ich das jüngste Mitglied in der Geschichte des ÖTTV-Präsidiums. Mein Alter schadet der Altersstruktur definitiv nicht.

Das Gespräch führte Sabine Hochschwarzer-Dampf


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