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Vorgehen gegen Problemwölfe: Die Nerven in Tirol liegen blank

Landtag hat Grundlagen zur Entnahme von auffälligen Wölfen, Bären oder Luchsen beschlossen. Weil Bauernbundchef Geisler drohte, alles „hinzuschmeißen“, stellt Bauernbund Koalitionsfrage.

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Am Samstag demonstrierten 3000 Bauern, im Bauernbund und bei Schwarz-Grün knirscht es im Gebälk.
© zeitungsfoto.at

Von Peter Nindler

Innsbruck – Mindestens 200 Schafe haben Wölfe und Bären heuer in Tirol schon gerissen. Die Stimmung unter den Alm- und Schafbauern ist deshalb am Siedepunkt angelangt, denn die Möglichkeiten, Problemwölfe zu entnehmen, sind wegen der strengen EU-Schutzrichtlinien mehr als gering.

Weil sich auf europäischer Ebene jedoch beim hohen Schutzstatus der großen Beutegreifer kaum etwas bewegt, die türkis-grüne Bundesregierung hier nur mit angezogener Handbremse agiert, die Grünen vorwiegend auf den teuren Herdenschutz setzen und Abschüsse bzw. die Senkung des Schutzstatus ablehnen (Klimaschutzministerin Leonore Gewessler), sah die schwarz-grüne Landeskoalition in Tirol ihr Heil in der Flucht nach vorne.


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