„Blüten“ für Kokain folgte Schussabgabe: Tiroler Dealer verurteilt

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Ein mit Falschgeld geprellter Dealer forderte sein Geld.
© Imago

Auf „Movie-Spielgeld“ – täuschend echtes Falschgeld – fiel kurz vor Weihnachten ein Tiroler Kokaindealer herein. Auch wenn es nur um 200 Euro gegangen war, wollte der Geprellte doch noch in harter Währung bezahlt werden. Da sich der Betrüger gegen die Attacken des Dealers erfolgreich mittels Pfeffersprays gewehrt hatte, bat jener tags darauf einen Freund des Kunden zu einem Treffen. Dort forderte der Dealer erneut echtes Geld, untermauerte dies mit einem Pistolenschuss und dem Heranführen eines Elektroschockers. Eingeschüchtert bezahlte der Bedrohte schließlich die Schuld seines Freundes.

Schwerer Raub für die Staatsanwaltschaft – und so drohten dem Geprellten am Landesgericht plötzlich bis zu 15 Jahre Haft. Im Prozess war beim Angeklagten jedoch ein Vorsatz auf unrechtmäßige Bereicherung durch Schussabgabe nicht zu erkennen, ging es letztlich doch um eine Geldforderung aus einem getätigten Geschäft. So ging das Gericht „nur“ von Nötigung aus, verhängte dafür ein Jahr Haft und widerrief ein einst bedingtes halbes Jahr aus einer Altstrafe.

Diversion in Stalking-Prozess

Im Beisein seiner Ehefrau musste ein Unterländer gestern im Prozess um Stalking zugestehen, dass er mehrfach an die Pforte einer anderen geklopft und diese beharrlich telefonisch belästigt hatte. Ein Gespräch mit der Polizei hatte darauf stark läuternd gewirkt. So wurde eine Diversion über 100 Euro samt 200 Euro Schmerzensgeld gewährt. (fell)

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