Formentor VZ25 von Cupra: Fünf Häferl für ein Halleluja

Mit der eigenständigen Marke Cupra hat Seat eine Erfolgsgeschichte gestartet. Jetzt geht mit dem Formentor VZ25 eine faszinierende Fahrmaschine mit 390 PS an den Start.

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Sport, Spaß und Spiel: All das verspricht die neue Topversion des Cupra Formentor, vor allem dank der Verwendung eines aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Benzinmotors.
© Cupra

Von Walter Schrott

Barcelona – Vor drei Jahren hat Seat seinen sportlichen Modellen eine neue Identität verpasst und die eigenständige Marke Cupra positioniert. Die Rechnung ist aufgegangen, die scharfen Spanier haben sich eine stattliche Fangemeinde geschaffen. Insgesamt konnten im Vorjahr rund 27.400 Cupra-Modelle verkauft werden. Shootingstar der schnellen Truppe ist der neue Formentor, das erste Modell der Marke, das optisch nicht auf Seat-Modellen aufbaut, sondern eigenständig kreiert wurde. Das rassige SUV-Coupe ist eine Augenweide und geht weg wie die warmen Semmeln. Jetzt legen die Spanier noch ein heftiges Schäuferl nach und bringen mit dem Formentor VZ25 eine reinrassige Fahrmaschine mit uneingeschränkter Alltagstauglichkeit an den Start.

Unter der Haube röhrt und blubbert ein 2,5-Liter-Fünfzylinder, der 390 Pferdchen zum Dienst bittet und 480 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle wuchtet. Die Akustik passt, fünf Häferl klingen halt kerniger als vier. Kombiniert ist das Kraftwerk mit der blitzschnell schaltenden 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik und dem bewährten Allradsystem 4Drive. Damit lässt der Formentor in jeder Phase der Fortbewegung die Muskeln spielen und vermittelt Fahrspaß ohne Ende. Der turbobefeuerte Fünfender, eine Anleihe von Konzernbruder Audi, katapultiert den feurigen Spanier in gerade einmal 4,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei 250 km/h wird er elektronisch an die Leine genommen. Halleluja, da kommt Freude auf und das Adrenalin sprudelt. Zumal man auf ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk mit adaptiver Regelung vertrauen darf. Die 15 Dämpferstufen und sechs Fahrmodi lassen sich per Lenkradtaste abrufen. Geschmeidig zaubert die Elektronik die Urkraft auf den Asphalt. Der Formentor zirkelt mit unglaublicher Agilität und Präzision durch die Radien und hält sicher die Spur. Wenn Negativbeschleunigung gefragt ist, kommt der VZ25 mit seiner 6-Kolben-Bremsanlage samt 18-Zoll-Scheiben nie in Verlegenheit. Ein besonderes technisches Schmankerl ist der Torque-Splitter, der elektrohydraulisch die Antriebskraft über zwei unabhängige Kupplungen variabel an die Hinterräder verteilt.

Klar, dass sich der VZ25 auch optisch von den Brüdern abhebt. Mit mächtigen 20-Zoll-Rädern, diversen Carbon-Anbauteilen, einer speziellen Motorhaube, breiteren Radhäusern, einem Carbon-Diffusor am Heck und der vierflutigen Abgasanlage unterstreicht er noch den ohnehin schon kraftvollen Auftritt der Modellreihe. Zudem kommt er mit breiterer Spur und um zehn Millimeter tiefergelegtem Fahrwerk daher. Der topsportliche Charakter spiegelt sich auch im Interieur wider. Zu den Highlights gehören das Cupra-Lenkrad, ein 12-Zoll-Infotainment-System, umfassende Konnektivität und nicht zuletzt die brandneuen CUPBucket-Ledersitze. Kupferfarbene Akzente innen und außen setzen zusätzlich ein Statement. Die drei Lackierungen Midnight Black, Magnetic Tech Matt und Petrol Blue Matt sind ausschließlich dem VZ25 vorbehalten.

Wer Appetit auf die neue Cupra-Fahrmaschine verspürt, sollte nicht lange zögern und beim Händler zwecks Reservierung vorstellig werden. Denn von der auf 7000 Stück limitierten Auflage werden nur 300 nach Österreich rollen. Bestellungen werden ab Oktober entgegengenommen und dann heißt es auf das Christkind warten. Denn erst Ende Dezember ist mit ersten Auslieferungen zu rechnen. Allerdings: Die Tarifgestaltung ist noch offen. Ausgehend vom Preis des etwas „zahmeren“ Vierzylinder-Bruders (310 PS, rund 48.000 Euro) könnte man mit 60.000 Euro (plus/minus) spekulieren. Dafür gibt es dann aber auch ein außergewöhnliches Auto.

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