Corona-Infektionen in Tirol: 70 Prozent steckten sich im Urlaub an

Jugendgruppe mit 23 Infizierten reiste gestern in ihre Heimat zurück. 70 Prozent der Neuinfektionen in Tirol gehen auf Urlaubsrückkehrer zurück.

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Es ist ein dringender Appell wegen der Deltavariante des Coronavirus: Urlaubsheimkehrer sollen sich in Tirol unbedingt testen lassen.
© imago

Innsbruck – „In der vergangenen Woche wurden über 70 Prozent der Neuinfektionen in Tirol im Zusammenhang mit Reisen im Ausland registriert – vor allem Spanien und Portugal“, skizzierte gestern Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) das aktuelle Infektionsgeschehen in Tirol. Sie appelliert einmal mehr an die Eigenverantwortung und die Solidarität gegenüber den Mitmenschen. „Mit dem kostenlosen PCR-Testangebot haben Rückkehrende die Möglichkeit, sich unkompliziert testen zu lassen.“

Zugleich sollte auch das Impfangebot ohne Anmeldung angenommen werden. Leja: „Die Impfung senkt das Risiko eines schweren Verlaufs erheblich. Für die volle Schutzwirkung ist jedenfalls die zweite Impfung bei Zweifachimpfstoffen unbedingt wahrzunehmen.“

Apropos Impfung: Hier fordert Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl Fairness. „Auch wenn das gesteigerte Impftempo zu begrüßen ist, kann es nicht sein, dass jene, die einen regulären Impftermin haben, länger auf die Impfung warten müssen als jene, die sich zu Spontanimpfungen bereit erklären.“ Auch die nach dem alten Schema Erstgeimpften seien bestmöglich zu schützen.

Die internationale Jugendreisegruppe mit 23 Infizierten, die sich seit 1. Juli in Stanzach aufgehalten hat, trat am Freitag unter Einhaltung strengster Sicherheitsvorkehrungen bereits wieder die Heimreise an.

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