Schwazer Krankenhaus: „Krise gemeinsam gut gemeistert“

Mitten in der Corona-Pandemie musste eine neue Führung das Schwazer Krankenhaus übernehmen. Ein Jahr später ist man zwar geschafft, aber zufrieden.

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Franz Hauser, Franz Gruber, Andreas Hoppichler und Peter Heininger (v. l.) ziehen fürs Schwazer Krankenhaus eine positive Bilanz.
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Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Ein Jahr ist es her, dass im Schwazer Bezirkskrankenhaus eine neue Führung eingesetzt wurde. Sowohl die Geschäftsführung als auch der Ärztliche Direktor und Pflegedirektor wurden neu eingestellt. Das Dreiergespann zieht nach einem herausfordernden Corona-Jahr, aber auch nach den vielen Spannungen, die es im Vorfeld intern gab – die TT berichtete – erstmals Bilanz.

Ihr Blick ist ernst, doch die kollegiale Führung im Schwazer Krankenhaus hat auch Grund zum Lächeln. „Wir waren im November extrem gefordert, aber durch den großen Zusammenhalt und die Loyalität der Belegschaft haben wir diese Krise gemeinsam gemeistert“, sagt GF Andreas Hoppichler. Man sei vorbereitet gewesen und habe flexibel auf diverse Situationen reagieren können. Von September 2020 bis Mai 2021 wurden 518 Covid-Patienten behandelt, 45 davon intensivmedizinisch. Trotzdem habe man es geschafft, auch viele orthopädische Eingriffe abzuarbeiten. „Durch das Ausbleiben der Touristen im Winter konnten viel mehr einheimische Patienten operiert werden“, sagt der Ärztliche Direktor Peter Heininger.

Schwierig ist und bleibt laut Pflegedirektor Franz Gruber die Suche nach Fachkräften. „Wir spüren den Mangel an Pflegepersonal enorm“, sagt er. Das Budget und die Möglichkeiten, Mitarbeiter einzustellen, seien da. Nur die Bewerber fehlen. Das sei Land auf, Land ab ein Riesenproblem. „Wir arbeiten verstärkt an unserer Öffentlichkeitsarbeit und suchen Wege, um neue Leute anzusprechen“, sagt Gruber. Man wolle auch das Mentoren-System ausbauen, damit mehr Auszubildende im Haus bleiben.

Finanziell steht das BKH nach wie vor gut bzw. ausgeglichen da. Investiert wird laut Gemeindeverbandsobmann Franz Hauser derzeit ins Mehrzweckgebäude und man will eine eigene Endoskopie-Einheit schaffen.

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Die Akkus sind bei vielen Mitarbeitern nach diesem Jahr leer. Doch die Stimmung hat sich seit der neuen Führung gebessert, was vor allem an der offenen Kommunikation und dem wertschätzenden Umgang liege.


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