Die Swarco Raiders wollen in Prag wieder ihr wahres Gesicht zeigen

Viele Verletzte, keine Form: Die Swarco Raiders spielen morgen bei den Panthers vor und wollen dabei Selbstvertrauen für die Play-offs tanken.

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Kapitän Adrian Platzgummer (r.) und seine Swarco Raiders wollen sich in Prag keinen Umfaller mehr leisten.
© Mitteregger

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Eigentlich geht es am Sonntag (15 Uhr) bei den Prag Panthers für die Tiroler Footballer im AFL-Nachholspiel um gar nichts mehr. Und doch um so viel. Denn die Swarco Raiders stecken zum ersten Mal seit Jahren in einer handfesten Krise, sind jedoch schon für die Play-offs qualifiziert.

Es ist eine prekäre Situation für die heimischen Footballer: Auf der einen Seite sollte sich beim AFL-Gastspiel vor allem niemand mehr verletzen – auf der anderen Seite brauchen die heimischen Kämpfer ein Erfolgserlebnis, bevor es ins die Play-off-Halbfinale gegen die Danube Dragons geht. Ausgerechnet gegen die Dragons bezog man in der Vorwoche ja überraschend die zweite Niederlage en suite. Zuvor setzte es einen Last-Minute-Tiefschlag im CEFL-Endspiel.

Raiders dürfen sich nicht ausruhen

Headcoach Kevin Herron weiß um die Wichtigkeit: „Wir sind zwar fürs Halbfinale qualifiziert, dennoch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Wir wollen in Prag wieder unser wahres Gesicht zeigen und fokussiert und konzentriert zur Sache gehen.“

Es klingt so einfach, aber es könnte so schwer werden. Durch die vielen Verletzungen, die heuer von Saisonbeginn an zu beklagen waren, mussten viele Junge (zu) früh große Aufgaben übernehmen. Zugleich haben sich die Youngsters (zu) oft auf die Routiniers wie Quarterback Sean Shelton und Co. verlassen.

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Es waren nicht irgendwelche Positionen, die verletzungsbedingt in Mitleidenschaft gezogen wurden: Gegen die Dragons war Gabriele Paganini als einziger (!) Running Back im Kader – der verletzte sich aber schwer. Alles Ausfälle, die niemand so einfach kompensieren kann.

Ob Kapitän Adrian Platzgummer oder Wide Receiver Marco Schneider – sie alle fordern in der ungewohnten Situation Charakter von ihrer Mannschaft. Denn neben dem Verletzungs- schlug auch der Fehler-Teufel zu. Eine Kombination, die beim Blick nach vorne zu einem frühen Play-off-Aus führen kann, was wiederum jede Menge Unruhe bringen könnte. Darum zählt morgen nur eines: Siegen, Selbstvertrauen tanken und keine neuen Verletzten mehr.


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