Erscheint Ex-Öbag-Chef Schmid zum Finale des U-Ausschusses?

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Der zurückgetretene ÖBAG-Chef Thomas Schmid ist als Auskunftsperson in den U-Ausschuss geladen.
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Wien – Der Untersuchungsausschuss betreffend mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung geht nach über einem Jahr mit seinem finalen Befragungstag am Donnerstag zu Ende. Eine Verlängerung wurde von den Regierungsparteien ÖVP und Grüne verhindert.

Geladen sind zum Finale insgesamt fünf Auskunftspersonen, darunter auch Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Geladen ist auch der zurückgetretene Chef der Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid. Doch wird er auch kommen? Zuletzt war er für den U-Ausschuss nicht erreichbar. Auf seinem beschlagnahmten Handy waren viele der Chatnachrichten gespeichert, die die ÖVP und Kanzler Sebastian Kurz in argumentative Schwierigkeiten gebracht haben.

Gegen den gebürtigen Tiroler läuft am Bundesverwaltungsgericht ein Verfahren auf Verhängung einer Beugestrafe, so wie gegen den ebenfalls am Mittwoch geladenen Investor Siegfried Wolf. Als Auskunftsperson für Mittwoch ist zudem noch C-Quadrat-CEO Alexander Schütz geladen, der vom Bundesverwaltungsgericht bereits wegen Nichterscheinens eine Geldstrafe in Höhe von 3500 Euro aufgebrummt bekommen hat.

Jedenfalls fix dürfte der Auftritt von Strache sein. Hatte er sich doch selbst für diesen Termin angeboten, nachdem der Ex-FPÖ-Chef sich am 1. Juli wegen eines Bootszwischenfalls in Kroatien entschuldigen lassen hatte.

Mit seiner Befragung schließt sich der Kreis, war doch Strache mit seinem unfreiwilligen Auftritt im Ibiza-Video der Auslöser des Ausschusses, der die mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung untersucht. (TT)


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