Tiroler SPÖ will ihre 25 Bürgermeister verteidigen

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Georg Dornauer (l.) übergab Freitag seine Funktion an den Zirler Bürgermeister Thomas Öfner (3. v. l.). Ihm zur Seite stehen Victoria Weber und Hans Schweigkofler.
© Fankhauser

Schwaz – SPÖ-Chef Georg Dornauer gibt sein Amt ab. Natürlich nicht den Chefsessel seiner Landespartei, aber den Vorsitz des Gemeindevertreterverbandes (GVV) der SPÖ. In der Wahl am Freitagabend wurde der Bürgermeister von Zirl Thomas Öfner als sein Nachfolger gewählt. Als Stellvertreter fungieren die Schwazer Vizebürgermeisterin Victoria Weber und der Oberndorfer Gemeindechef Hans Schweigkofler. Ihr Ziel ist eine erfolgreiche Gemeinderatswahl 2022. „Wir treten in über 100 Gemeinden an, verteidigen 25 Bürgermeistersessel und haben auch einige Potenzial-Gemeinden, wo wir für Überraschungen sorgen werden“, betonte Dornauer bei der Übergabe.

Die neue Spitze will die Interessen der sozialdemokratischen Gemeindevertreter bündeln, Akzente setzen und ihre Rolle in den Gemeinden stärken. Für Schweigkofler ist klar: „Auch eine kleine Gemeinde kann alles bewerkstelligen.“ Gerade auf kommunaler Ebene sei man nahe am Menschen und könne viel bewirken. Themenschwerpunkte wolle man bei Kinderbetreuungseinrichtungen, leistbarem Wohnen und bei der sozialen Unterstützung in und nach der Krise setzen. „Dazu haben wir im Vorstand nun eine gute Kombination aus Erfahrung und Erneuerung“, meint Öfner.

Wer für Erneuerung plädiert, braucht auch junge Leute im Boot. „Für viele ist es ein Hemmschuh, dass sie sich an eine Partei binden müssen“, sagt Victoria Weber. Daher nimmt man auch Parteifreie ins Team auf und öffnet die Partei. Für Weber ist aber auch wichtig, dass man nicht nur mit den Jungen spricht, sondern „ihnen auch eine Aufgabe gibt und sie sich einbringen können“. (emf)


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