Exkursion des Gym-Landeck: „Am Gletscher wird der Klimawandel erlebbar“

Das Gymnasium Landeck hat das Thema Klimawandel zum fächerübergreifenden Schwerpunkt gemacht. Zum Abschluss des Jahres gab es im Juni eine dreitägige Exkursion am Gepatschferner im Kaunertal für die zweiten Klassen.

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Am Gepatschferner im Kaunertal ist der Klimawandel für die Schüler „greifbar“ geworden.
© M. Veit

Landeck – Die jüngste Hitzewelle im Westen Kanadas mit bis zu knapp 50 Grad Celsius sorgte für Schlagzeilen. „Der Klimawandel spielt hier eine entscheidende Rolle“, heißt es dazu in den Studien der Klimaforscher.

Nicht nur Wissenschafter beschäftigt die Erderwärmung. „Wir haben das Thema heuer in unseren zweiten Klassen zum fächerübergreifenden Schwerpunkt gemacht“, schilderte der Landecker Gym-Direktor Otto Siegele kurz vor Ferienbeginn. „Die Dimension, die Folgen und Auswirkungen des Klimawandels machen uns alle betroffen“, resümiert er.

Krönender Abschluss zum Jahresthema war im Juni eine dreitägige Exkursion am Gepatschferner im Kaunertal, angeblich der mächtigste Gletscher Tirols. Dort ist der Klimawandel, so Siegele, für die Schüler „hautnah erlebbar und greifbar geworden“. Die Erfahrungen in fast 3000 Metern Seehöhe würden nachhaltig zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung beitragen. „Die Schüler lernten Gletscherspalten und Gletschermühlen kennen“, berichtete Ulrike Totschnig, Koordinatorin der regionalen Klima-Initiative „KLAR! Kaunergrat“. „Sie haben Tiere und Pflanzen im Gletschervorfeld erkundet, nach eiszeitlichen Spuren gesucht und einen Gletscher nachgebaut.“ Mitgenommen haben die Schüler „wertvolle Lerneffekte“, etwa zu ökologischen Kreisläufen, speziell zum Kreislauf des Wassers. Fachkundige Begleiter waren Berg- und Naturführer der Vereine Natopia und Naturpark Kaunergrat. Finanzielle Projekt-Unterstützung gab es aus dem Leader-Programm der EU.

„Auch im neuen Schuljahr haben wir den Themenschwerpunkt Klimawandel geplant“, verriet Siegele. Vom Lerneffekt zeigt sich der Gym-Direktor überzeugt, „weil das Thema brandaktuell ist und sich die Schüler sehr dafür interessieren“.

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Die Pädagogin Karin Waldegger, die den Themen-Schwerpunkt im Unterricht koordiniert, erläutert: „Unser Ziel ist es, fundiertes Wissen über den Klimawandel zu vermitteln. Das Wissen soll auch als Grundlage dienen, um in der Auseinandersetzung zum Kimawandel argumentieren zu können. Die Jugend soll lernen, Verantwortung zu tragen.“ Apropos Verantwortung: Landecker Gymnasiasten beteiligten sich bei der Initiative „Little green steps – big global change“. Sie zogen los, um Müll auf Wanderwegen und in Parkanlagen zu sammeln. Resümee einer Schülergruppe: „Es ist schockierend, was alles in der Natur entsorgt wird.“ (hwe)


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