Weitergabe von Gendaten nach China: Anbieter stoppt Pränataltest vorerst

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Frankfurt – Nach Berichten über die Weitergabe von Gendaten schwangerer Frauen nach China stoppt der deutsche Diagnostikanbieter Eluthia vorerst seinen umstrittenen Pränataltest. Eluthia arbeite an zusätzlichen Prozessen, um die Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU sicherer zu machen und stehe dazu in engem Austausch mit den zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Die Weitergabe von Testungen an das Labor der chinesischen Genfirma BGI Group nach Hongkong werde vorläufig ausgesetzt. Reuters hatte am Freitag berichtet, dass BGI einen zusammen mit dem chinesischen Militär entwickelten Test für Schwangere nutzt, um Gendaten von Millionen Frauen weltweit zu sammeln und auszuwerten. In Deutschland wird der Pränatal-Test von BGI unter der Marke "PreviaTest" von Eluthia vertrieben. Eluthia-Geschäftsführer Ramon Enriquez Schäfer hatte versichert, dabei werde europäisches Datenschutzrecht eingehalten. Die Daten gingen nach Hongkong, eine chinesischer Sonderverwaltungszone, nicht in die Volksrepublik China an sich. (APA/Reuters)


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