Berichte über Übergriffe bei „X-Jam“-Maturareise in Kroatien

Nach Berichten über sexuelle Übergriffe und Rassismus-Vorfällen hat der Veranstalter des „X-Jam“ vier Securities des Areals verwiesen. Den Vorwurf angeblicher Vergewaltigungen schließt man „aus heutiger Sicht“ aus.

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Symbolbild.
© pexels/kindel media

Zagreb – Über Fälle von sexuellen Übergriffen und rassistisch motivierter Gewalt vonseiten der Security-Mitarbeiter bei „X-Jam“-Maturareisen in Kroatien haben Kronen Zeitung und Heute.at am Montag berichtet. Ein 18-Jähriger soll zuvor via sozialer Netzwerke dazu aufgerufen haben, derartige Vorfälle bekannt zu machen. Gegenüber der APA hat der Veranstalter von vier Mitarbeitern berichtet, die wegen verbaler Äußerungen oder unverhältnismäßigem Verhalten verwiesen wurden.

Kenntnisse von sexuellen Übergriffen oder einer dahin gehenden Anzeige habe der Veranstalter jedoch nicht, hieß es in einem Statement. In den Berichten war von sexuellen Übergriffen bis hin zu Vergewaltigungen die Rede gewesen. „Die aktuell kursierenden Vorwürfe sind uns hauptsächlich durch Bastian K. und Kommentaren auf sozialen Medien bekannt. Vorfälle, die uns vor Ort bekannt gemacht wurden, sind durch ein eigenes Team bearbeitet worden. Bei diesen Vorfällen ging es definitiv nicht um eine angezeigte Vergewaltigung“, hieß es seitens des Veranstalters.

Bei den von X-Jam gegenüber Krone und Heute.at genannten Mitarbeitern, die des Areals verwiesen wurden, ging es laut den Angaben um vier Personen, die wegen „unangebrachter verbaler Äußerungen oder unverhältnismäßigem Verhalten“ aufgefallen waren. „Die uns bekannten Vorfälle ereigneten sich in der zweiten Woche der Event-Maturareise und wurden umgehend sanktioniert“, hieß es weiter.

Berichte von Betroffenen aus ganz Österreich

Der 18-jährige Niederösterreicher habe den Aufruf gestartet, nachdem er selbst bei einer derartigen Reise nach Kroatien von Vorfällen von sexueller Übergriffe gehört habe, hieß es in den Berichten. Beide Medien kontaktierten aufgrund der Anschuldigungen – es soll mehrere derartige Berichte von Betroffenen aus ganz Österreich geben – den Veranstalter. Zu Fällen angeblicher Vergewaltigungen unter Verwendung von „K.O.-Tropfen“ hieß es von diesem, sie „können aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden“.

Der Veranstalter rief Betroffene jedoch nun auf, ihn direkt zu kontaktieren, „um unsere interne Untersuchung zu unterstützen. Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst, da das Wohlergehen und die Sicherheit der Gäste oberste Priorität haben“. (APA)


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