Neuinfektionen in Tirol: Cluster im Außerfern nach Maturareise in Malta

Neuinfektionen weiter auf Reiserückkehrer zurückzuführen – Nachtgastro soll verschärft kontrolliert werden

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Reiserückkehrer sollten sich zuhause unbedingt testen lassen. appelliert das Land einmal mehr.
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Innsbruck – Es ist die bekannte Geschichte: Ein Cluster lässt die Infektionszahlen gleich in die Höhe schnellen. So jetzt im Außerfern. Ausgelöst wurden sie durch eine Maturareise nach Malta. „Es ist ein Cluster mit zwei Ästen“, sagt der Leiter des Einsatzstabes des Landes, Elmar Rizzoli. Montag wurden im Bezirk Reutte 26 aktive Corona-Fälle gemeldet, davon allein dreizehn in der Bezirksstadt. Die Infektionsketten konnten relativ klar zugeordnet werden.

Appell an Urlaubsheimkehrer testen zu lassen

Generell sind die Neuinfektionen überwiegend auf Reiserückkehrer zurückzuführen, dieser Trend hat sich in den vergangenen Tagen verfestigt. Das bereitet den Verantwortlichen einige Sorgenfalten. Dazu Rizzoli: „Schließlich stehen wir erst am Beginn der Reisesaison.“ Er hofft allerdings, dass die Appelle beherzigt werden und sich die Urlaubsheimkehrer testen lassen. „Das wäre immens wichtig.“

Ansonsten werden landesweit Einzelfälle verzeichnet, die Kontaktnachverfolgung stellt die Behörden derzeit vor keine großen Herausforderungen. „Das funktioniert sehr gut, nur vereinzelt stoßen wir auf Schwierigkeiten.“ Sind die Ansteckungen auf Mutationen des Coronavirus zurückzuführen, dann betrifft es in Tirol wie in den anderen fast ausschließlich die Delta-Variante.

Am Montag wurden zwölf Neuinfektionen gemeldet, sechs Personen müssen noch stationär in den Spitälern in Innsbruck, Kufstein und Hall behandelt werden – zwei auf den Intensivstationen. In den anderen sechs Tiroler Krankenhäusern gibt es keine Covid-Patienten mehr.

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Weiterhin liegt das Hauptaugenmerk der Politik auf den Impfungen: 432.697 Tirolerinnen und Tiroler haben bisher einen ersten Stich erhalten, knapp 300.000 sind vollimmunisiert. Seit 2. Juli hätten in Tirol rund 11.000 impfberechtigte Personen unter 30 Jahren die erste Teilschutzimpfung erhalten. Bei den unter 20-Jährigen seien es derzeit rund 25 Prozent.

Überdies sollen, wie es gestern hieß, die Kontrollen verschärft werden. Wie in Vorarlberg rücken dabei die Überprüfungen der 3-G-pflichtigen Bereiche in den Vordergrund und die Nachtgastronomie mit den Beschränkungen. (pn)


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