Tempo 20 statt Begegnungszone: Kufstein bremst weiter

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Die Innbrücke erhält ein Tempolimit, aber keine Begegnungszone.
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Kufstein – Die Diskussion war hitzig bereits vor der Gemeinderatssitzung, bei der die neue Regelung beschlossen werden sollte. Die Mehrheit lehnt die Begegnungszone auf der Innsbrücke in Kufstein ab, will aber eine Tempo-20-Lösung. Dafür gibt es aber eine neue Begegnungszone am Oberen Stadtplatz. Für StR Stefan Hohenauer (Parteifreie) ein wichtiger Schritt, „dass wir die Zonen zusammenschließen, damit überall die rechtlichen Voraussetzungen gleich sind. Bislang wurden sie immer wieder unterbrochen.“ Daher fand auch GR Victoria Da Costa (Grüne) es gut, „den Fleckerlteppich zu unterbrechen“.

Mit der Harmonie war es vorbei, als es um die Innbrücke hing. Dort sollte eigentlich auch eine Begegnungszone als Lückenschluss zwischen zwei bestehenden Zonen eingerichtet werden. Der Antrag war abgeschmettert worden, um nun Tempo 20, verlangt von ÖVP, GKL, SPÖ, Grüne und NEOS, zu erlassen. Damit bleibt zumindest das Tempolimit gleich. Der Verkehrsausschuss stimmte bereits zu, im Gemeinderat entwickelte sich eine Diskussion daraus.

Für BM Martin Krumschnabel (Parteifreie) war es ein Kompromiss, auch wenn es für ihn nicht die bestmögliche Lösung sei. „Ich werde dem halbgaren Antrag zustimmen, weil er besser ist als überhaupt nichts.“ StR Stefan Hohenauer erinnerte daran, dass die Begegnungszone nicht nur die Brücke, sondern auch die Verbindung zum Fischergries umfasst und dort die Verkehrssicherheit erhöht.

Für GR Richard Salzburger (ÖVP) mache die Idee der Begegnungszone auf Plätzen Sinn, aber nicht auf einer Brücke. „Da will man ja keine Aufenthaltspunkte schaffen.“ Er erinnerte daran, dass die Brücke auch von vielen Schülern benützt wird: „Daher ist eine strikte Trennung zwischen Fahrbahn und Fußgängern wichtig.“

Man mache „ja auch auf der Autobahn keine Begegnungszone“, meinte auch VBM Hannes Rauch (ÖVP). (wo)


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