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Beunruhigung nach Riesen-Partys: Ruf nach Obergrenze bei Events

Feiern mit Zigtausenden wie beim Fußball-Match oder Tanzen beim Open-Air-Festival beunruhigen Mediziner Hutter. Regierungschefs pochen auf Eigenverantwortung. „Von 100 auf null“, kritisiert Hutter.

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Europa in Feierlaune. Mit 67.000 Fans im Wembley Stadion (o.r.) oder auf den Straßen Italiens. Das, was das Leben ausmacht, mag auch das Virus: Grölen, feiern, in den Armen liegen.
© Imago

Von Anita Heubacher

Innsbruck, London – Es war, als hätte es die Pandemie nie gegeben. Im Londoner Wembley-Stadion, in den Straßen Italiens. Menschen, die das tun, was Fußballfans gern haben, aber auch das Virus zur Verbreitung nutzt. Schreien, spucken, sich in den Armen liegen und mehr.

Bereits eine Woche vor dem EM-Finale hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson angekündigt, alle Corona-Regeln fallen zu lassen. Ab 19. Juli keine Abstandsregeln und keine Maskenpflicht mehr, dafür volle Pubs, Nachtclubs und Theater. Es gab viele warnende Stimmen von Experten, der Opposition und der Gewerkschaft, denn die Infektionszahlen in Großbritannien steigen aufgrund der Delta-Variante. Johnson warnte gestern seine Bürger und riet zur Vorsicht. „Vorsicht ist von zentraler Bedeutung.“


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