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Der neue Innsbrucker Finanzdirektor und die alten Sorgen

Kaum im Amt, muss Martin Rupprechter vielleicht schon gleich ein Doppelbudget basteln. Eine große Freude macht man ihm damit nicht.

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Der neue Finanzdirektor Martin Rupprechter steht möglicherweise gleich vor einem Doppelbudget. BM Georg Willi (r.) hat damit keine Freude – wird sich aber wohl den anderen Fraktionen beugen müssen.
© Rita Falk

Von Marco Witting

Innsbruck – Zeit zum Eingewöhnen in den neuen Job? So circa „eine Stunde“, sagt Innsbrucks neuer Finanzdirektor Martin Rupprechter lachend. Dann ging es so richtig los – auch mit der Politik. Die könnte, wie berichtet, dem obersten Kämmerer der Stadt am Donnerstag noch mehr Arbeit bescheren. Dann, wenn eine Mehrheit aus FPÖ, FI, ÖVP und zwei SPÖ-Abgeordneten ein Doppelbudget für 22/23 beschließt. Denn für das müssten die Beamten im Magistrat dann schon bis Ende Juli die Unterlagen liefern. Rupprechter, in seiner Art deutlich zurückhaltender als sein Vorgänger, spricht davon, dass ein „Doppelbudget schon seinen Charme“ habe, aber nicht jetzt. „Es wäre in dieser Situation bedeutend einfacher, nur das 2022er-Budget zu machen.“

Viel könne er nach nicht einmal zwei Wochen im Amt noch nicht sagen. Aber: „Johannes Müller hat mir geordnete Finanzen hinterlassen. Die Krise hat Innsbruck relativ gut gemeistert. Es gilt, für die Zukunft jetzt Spielräume zu schaffen.“ Diese seien oft von der Politik vorgegeben, sagt Rupprechter, der schon zuvor 20 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet hat und nach eigenen Angaben „noch einmal eine große Herausforderung“ gesucht hat.


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