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TT-Leitartikel: Folgenschwerer Kniefall vor der UEFA

Corona führte die am Sonntag zu Ende gegangene Fußball-EM in elf Ländern ad absurdum. Sportlich top, lieferte der Kontinentalvergleich abseits des Rasens ein Spiegelbild einer von Macht und Geld getriebenen Elitegesellschaft.

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Italienische Fans im Wembley Stadion.
© AFP
Max Ischia

Leitartikel

Von Max Ischia

Gewiss: Die Idee, eine Fußball-Europameisterschaft quer über den Kontinent zu veranstalten, hatte ihren Charme. Aber nur, bevor Corona kam und sämtliche länderübergreifende Massenphänomene zur „Mission Hochrisiko“ degradierte. Doch die Oberen der Europäischen Fußball Union (UEFA), deren Haupterkennungsmerkmale ein elastisches Rückgrat und wahlweise Euro- und Dollar-Zeichen in den Augen sind, hielten stur an ihrem finanzoptimierten Konstrukt fest.

Zufall oder nicht. Als die EURO in elf Ländern vor einem Monat in Rom angepfiffen wurde, begannen mancherorts auch die Corona-Zahlen Fahrt aufzunehmen. Insbesondere in England, wo die (Delta-)Fallzahlen binnen eines Monats von 6615 auf vorerst über 30.000 hochschnellten.


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