Lienzer Olala-Festival findet unter strengen Regeln statt

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Endlich wieder etwas zum Lachen nach der Zeit der Pandemie: „Sitting Duck“ erwartet die Besucher beim Olala-Festival in Lienz.
© Kulturfunk

Lienz – Die Eintrittskarten sind nummeriert, die Sitzplätze auch. Jeder zweite Sitz im Zelt wird von einer Puppe eingenommen. Der Einlass funktioniert mittels QR-Code. Wer den Status als „geimpft“ oder „genesen“ nachweist, bekommt ein farbiges, festsitzendes Armband als Kennzeichnung. Und die beiden Festival-Areale sind mit einem meterhohen Sichtschutz umzäunt, damit sich keine unkontrollierbare Schar von Kiebitzen außerhalb des Geländes versammelt, um gratis zuzusehen.

So wie das Lienzer Straßentheaterfestival „Olala“ heuer stattfindet, war es noch nie. Doch Organisator Hans Mutschlechner ist froh, dass Olala 2021 überhaupt zustande gekommen ist – wenn auch vieles anders ist als bei den bisherigen, insgesamt 29 Ausgaben. Eigentlich hätten die Veranstalter das 30-Jahr-Jubiläum schon 2020 gefeiert, doch das war aus Corona-Gründen nicht möglich. Nun ist es heuer von 26. bis 31. Juli so weit.

„Wir haben eine bewegte Zeit hinter uns“, sagt Mutschlechner. „Und obwohl es ‚Straßentheaterfestival‘ heißt, müssen wir die Straße heuer meiden, es hilft nichts.“ Deshalb werden die 24 Künstler bzw. Künstlergruppen ausschließlich auf einem der beiden Festival-areale auftreten: Einmal ist das rund um Schloss Bruck und einmal auf dem Ebner-Feld bei der Tennishalle. Dort kann der Zugang kontrolliert werden, um die Corona-bedingten Sicherheitsvorgaben einzuhalten. Und diese Kontrollen werden streng sein, kündigt Mutschlechner an: „Wenn sich jemand nicht an die Vorgaben hält, werden wir null Toleranz zeigen.“

Gab es bisher bei Olala zahlreiche „Walkacts“, also durch die Stadt spazierende Künstler, so wird man diese heuer vergeblich suchen. Auch die Musikparade, die Gratis-Vorstellungen direkt vor der Liebburg und das Kinderprogramm müssen wegfallen. Dafür warten psychedelische Installationen, ein Diabolo-Künstler, goldfarbene Akrobaten oder ein Schwanensee-Ballet an der Schlossmauer auf die Besucher. Slapstick aus Belgien, eine Comedy-Backshow und eine tragikomische Liebesgeschichte mit Springseil bringen Humor ins Geschehen.

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„Die Leute wollen sich wieder unterhalten und etwas zum Lachen haben. Das können wir ihnen bei Olala 2021 bieten“, freut sich Hans Mutschlechner. Kartenreservierungen sind unter www.olala.at möglich, unter dieser Adresse gibt es auch alle Infos und das Festivalprogramm im Detail. (co)


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