Gesundheitstour in Innsbruck: Vier Tage im Zeichen der Gesundheit

Am Freitag startet in Innsbruck die „Gesundheitstour“. Auf vier Stopps gibt es Infos zu Demenz, Diabetes, Schlaganfall, Tinnitus und Psyche.

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Stellten die Gesundheitstour, die ab kommenden Freitag in den Stadtteilen Halt macht, vor (v.l.): Verena Bramböck (Koordinationsstelle Demenz), Agnes Loidl (Diabetikervereinigung), Josef Marksteiner (Vorstand Psychiatrie und Psychotherapie A, LKH Hall), Vizebürgermeister Johannes Anzengruber, Renate Scharler (Plattform Schlaganfall) und Karin Nail (Tinnitus Tirol).
© Hrdina

Innsbruck – Mit einer kostenlosen Vorsorge-Aktion rückt die Stadt Innsbruck die Gesundheitsthemen Demenz, Diabetes, Tinnitus, Schlaganfall und Psyche in den Fokus. Bis Mitte August macht die „Gesundheitstour“ in vier Stadtteilen Halt. Geboten werden niederschwellige Infos von Experten und Selbsthilfegruppen, medizinische Leistungen wie Blutzucker- und Blutdruckmessungen oder Diabates-Einzelberatungen.

„Krankheitsbilder tauchen oft von heute auf morgen auf und bedürfen einer intensiven Nachversorgung“, hofft Initiator VBM Johannes Anzengruber, mit der Tour die Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, bei Betroffenen und Angehörigen senken zu können.

12.000 Personen sind in Tirol an Demenz erkrankt. Denkvermögen, Kurzzeitgedächtnis, sprachliche und motorische Fähigkeiten lassen nach, der Alltag verändert sich für Erkrankte und Angehörige. In Tirol gebe es vielseitige Hilfsangebote, „der frühzeitige Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks ist sehr hilfreich“, sagt Verena Bramböck, Leiterin der Koordinationsstelle Demenz am Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol.

„Schlaganfall-Patienten fallen oft in ein tiefes Loch, weil soziale Kontakte abreißen“, schildert Renate Scharler, Obfrau des Vereins Schlaganfall-Plattform Tirol. Dort setzt man auf den Austausch und organisierte, barrierefreie Ausflüge. Diese stärken das Selbstvertrauen und geben „neue Kraft für eigene Initiativen“. „Tinnitus-Patienten stoßen bei der Familie, im Freundes- und Arbeitskreis oft auf Unverständnis. Es wird hingestellt, als würden sie sich die Geräusche einbilden“, so Karin Nail, Gruppensprecherin der Selbsthilfegruppe Tinnitus Tirol.

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Es sei wichtig, offen über Beschwerden sprechen zu können, die zu Schlafstörungen, Depression und Angstzuständen führen können. Zu erfahren, dass man nicht allein mit seinen gesundheitlichen Problemen ist, könne bereits viel bewirken, ruft Josef Marksteiner, Vorstand der Psychiatrie und Psychotherapie am LKH Hall, auf, das Angebot der Stadt zu nutzen.

Termine: Fr., 16. Juli, 15–20 Uhr, Vereinsheim Hötting; Fr., 6. Aug., 15–20 Uhr, Mehrzwecksaal Olympisches Dorf; Sa., 7. Aug., 10–17 Uhr, Vereinsheim Amras; Fr., 13. Aug., 15–20 Uhr, Pfarrsaal Sieglanger (inkl. Blutspendedienst). (jazz)


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