Concordia Sozialprojekte Privatstiftung hilft Notleidenden der Krise

Die Corona-Pandemie trifft die Ärmsten der Armen besonders hart. Die Concordia Sozialprojekte Privatstiftung hilft in Moldawien, Rumänien, Bulgarien und neu auch im Kosovo.

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Pater Markus Inama SJ mit Kindern im Armenviertel Zaharna fabrika in Sofia.
© Concordia Sozialprojekte

Von Mario Zenhäusern

Innsbruck – Die Concordia Sozialprojekte Privatstiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder, Jugendliche, Familien und alte Menschen bestmöglich zu unterstützen. Im Vorjahr erreichte das engagierte Team in der Republik Moldau, in Rumänien, Bulgarien, Österreich und im Kosovo mehr als 9000 Personen mit Hilfsangeboten.

Die Corona-Pandemie habe die Arbeit nicht erleichtert, berichtet der frühere Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck und nunmehrige Superior der Jesuiten in Wien, Pater Markus Inama SJ, der im Vorstand der Concordia Sozialprojekte sitzt, bei einem Besuch in Tirol: „Viel mehr Kinder, Jugendliche und Familien leben heute in gefährdeten Verhältnissen.“ Im von Dürre und Corona arg gebeutelten Moldawien z. B. versorgte die durch Spenden finanzierte Privatstiftung 250 Familien ein halbes Jahr lang mit Grundnahrungsmitteln. „Corona hat vieles erschwert“, erzählt Pater Markus. „Als Concordia-Team mussten wir unsere Angebote auf allen Ebenen ständig an die aktuelle Covid-Situation anpassen“, heißt es dazu im Jahresbericht 2020/21.

Die Probleme vor allem der Kinder hätten sich verschärft. Die Pandemie machte die strukturellen Probleme in den isolierten Armenvierteln und ländlichen Gebieten, in denen die Privatstiftung tätig ist, noch sichtbarer. Im Kosovo, wo die Concordia das Bildungs- und Sozialzentrum „Concordia Tranzit Centre“ in Prizren übernommen hat, leben fast 50 Prozent der Kinder in Armut, beinahe 20 Prozent sogar in extremer Armut. Bei den Kindern der Roma und Ashkali liegt dieser Prozentsatz noch höher. Für sie ist das „Tranzit Centre“ oft der einzige soziale Anknüpfungspunkt außerhalb der Familie. Täglich würden sich hier mehr als 60 Kinder treffen, um zu lernen, zu spielen, zu musizieren – und um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Das sei im Kosovo nicht selbstverständlich, weiß Pater Markus, der von Kindern berichtet, die in der Ruine eines ausgebombten Hauses leben und tagsüber unbeaufsichtigt sind. „Wir versuchen, diese Familien zu unterstützen, so gut es halt geht.“

Auch in Rumänien und Bulgarien, wo das Concordia-Team Schulen und Tageszentren sowie mobile Ambulanzdienste betreibt, läuft nicht alles rund. Wobei es nicht nur die Corona-Pandemie ist, die den Helferinnen und Helfern Probleme bereitet. Auch schärfere EU-Richtlinien würden vieles erschweren. Inama: „In dem Sozialzentrum, das ich gegründet habe, waren früher bis zu 85 Kinder untergebracht. Das ist jetzt nicht mehr erlaubt, jetzt sind es höchstens 50, und das ist eigentlich schon zu viel.“

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Im Jahresbericht 2020/21 schreibt Bernhard Drummel, Geschäftsführer der Concordia Sozialprojekte: „Gerade jetzt in der akuten Krise ist unsere rasche Hilfe gefragt, weil es die Ärmsten am härtesten trifft. Wir haben uns daher in den letzten Monaten so mobil wie möglich aufgestellt, um gefährdete Kinder, Jugendliche und Familien weiterhin individuell betreuen zu können.“ Möglich machen dieses Engagement freiwillige Spenden, die zu einem guten Teil aus Österreich kommen.

Spenden an die „Concordia Sozialprojekte Gemeinnützige Privatstiftung“, Raiffeisenlandesbank NÖ/Wien, IBAN: AT28 3200 0000 1318 7893; BIC: RLNWATWW. Infos: www.concordia.or.at


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